Taxifahrer besser abgesichert

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Justiz Wenn selbstständige Taxifahrer einer Zentrale angeschlossen sind, gelten sie als Angestellte. Das hat das Bundesgericht entschieden. Damit sind Taxifahrer in Zukunft sozial deutlich besser abgesichert. Für ihre Kunden aber könnte es teurer werden, da die Kosten für die Taxizentralen steigen. Diese nehmen vor allem in grösseren Städten Aufträge von Kunden an, leiten diese an Fahrer weiter. Bisher galten sie als selbstständig Erwerbende, die lediglich durch einen sogenannten Anschlussvertrag mit der Zentrale verbunden waren. 2014 hatte die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) diesen Taxifahrern allerdings erklärt, dass sie in Zukunft sozialversicherungsrechtlich als unselbstständig eingestuft würden und die Zentrale die Sozialbeiträge zu bezahlen habe. Dagegen klagten vier Fahrer und eine Taxizentrale. Vor dem ­Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich blitzten sie ab. Die Richter gelangten zum Schluss, dass es zwischen der Zentrale und den Fahrern zahlreiche vertragliche Verpflichtungen gebe, was auf ein Unterordnungsverhältnis schliessen lasse. Das Bundesgericht stützt nun den Entscheid der Vorinstanz. Schweizweit sind zwischen 1500 und 2000 Taxihalter einer Zen­trale angeschlossen. (sda)