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TAGBLATT-PODIUM: Der Zeitpunkt als Zankapfel

Eine gut besuchte Veranstaltung zur Ausstiegsinitiative der Grünen mit Bundesrätin Doris Leuthard in Wil zeigte: Man kann über diese komplizierte Materie auch allgemeinverständlich diskutieren.
Nach einer Einführung von Bundesrätin Doris Leuthard (rechts) diskutierten Yvonne Gilli, Claudia Friedl, Roland Eberle und Marc Mächler (von links) unter Leitung von Tagblatt-Chefredaktor Stefan Schmid (Mitte) über den Atomausstieg. (Bild: Urs Bucher)

Nach einer Einführung von Bundesrätin Doris Leuthard (rechts) diskutierten Yvonne Gilli, Claudia Friedl, Roland Eberle und Marc Mächler (von links) unter Leitung von Tagblatt-Chefredaktor Stefan Schmid (Mitte) über den Atomausstieg. (Bild: Urs Bucher)

Was erwartet uns, wenn Ende November die Initiative «Für den geordneten Ausstieg aus der Atomenergie» der Grünen von Volk und Ständen angenommen würde? Darüber diskutierten unter der Leitung von Stefan Schmid, Chefredaktor des St.Galler Tagblatts, Yvonne Gilli (frühere St.Galler Nationalrätin der Grünen) und Claudia Friedl (Nationalrätin SP/SG), beide pro Initiative, sowie Roland Eberle (Ständerat SVP/TG) und der St.Galler FDP-Regierungsrat Marc Mächler, sie als Initiativ-Gegner. Dies nach einem Einführungsreferat von Bundesrätin und Energieministerin Doris Leuthard. Die Idee, den Anlass im Stihl Kettenwerk in Wil abzuhalten, war dabei wohl nicht ohne Hintersinn, denn die Wirtschaft ist auf eine sichere Energieversorgung schliesslich angewiesen.

Tagblatt Podium zur Atomausstiegsinitiative im Stihl Kettenwerk in Wil (Bild: Urs Bucher)Tagblatt Podium zur Atomausstiegsinitiative im Stihl Kettenwerk in Wil (Bild: Urs Bucher)
Tagblatt Podium zur Atomausstiegsinitiative im Stihl Kettenwerk in Wil (Bild: Urs Bucher)Tagblatt Podium zur Atomausstiegsinitiative im Stihl Kettenwerk in Wil (Bild: Urs Bucher)
Tagblatt Podium zur Atomausstiegsinitiative im Stihl Kettenwerk in Wil (Bild: Urs Bucher)Tagblatt Podium zur Atomausstiegsinitiative im Stihl Kettenwerk in Wil (Bild: Urs Bucher)
Tagblatt Podium zur Atomausstiegsinitiative im Stihl Kettenwerk in Wil (Bild: Urs Bucher)Tagblatt Podium zur Atomausstiegsinitiative im Stihl Kettenwerk in Wil (Bild: Urs Bucher)
Tagblatt Podium zur Atomausstiegsinitiative im Stihl Kettenwerk in Wil (Bild: Urs Bucher)Tagblatt Podium zur Atomausstiegsinitiative im Stihl Kettenwerk in Wil (Bild: Urs Bucher)
Tagblatt Podium zur Atomausstiegsinitiative im Stihl Kettenwerk in Wil (Bild: Urs Bucher)Tagblatt Podium zur Atomausstiegsinitiative im Stihl Kettenwerk in Wil (Bild: Urs Bucher)
Tagblatt Podium zur Atomausstiegsinitiative im Stihl Kettenwerk in Wil (Bild: Urs Bucher)Tagblatt Podium zur Atomausstiegsinitiative im Stihl Kettenwerk in Wil (Bild: Urs Bucher)
Tagblatt Podium zur Atomausstiegsinitiative im Stihl Kettenwerk in Wil (Bild: Urs Bucher)Tagblatt Podium zur Atomausstiegsinitiative im Stihl Kettenwerk in Wil (Bild: Urs Bucher)
Tagblatt Podium zur Atomausstiegsinitiative im Stihl Kettenwerk in Wil (Bild: Urs Bucher)Tagblatt Podium zur Atomausstiegsinitiative im Stihl Kettenwerk in Wil (Bild: Urs Bucher)
Tagblatt Podium zur Atomausstiegsinitiative im Stihl Kettenwerk in Wil (Bild: Urs Bucher)Tagblatt Podium zur Atomausstiegsinitiative im Stihl Kettenwerk in Wil (Bild: Urs Bucher)
10 Bilder

Tagblatt-Podium zum Atomausstieg


Ausstieg – aber nicht zu abrupt
Vor einem gemischten Publikum von gegen 400 Interessierten erläuterte Bundesrätin Leuthard den Standpunkt des Bundesrats. Zwar wird nach Fukushima künftig auf die Kernenergie verzichtet. Doch zu abrupt soll der Ausstieg nicht sein: «Mit der Initiative sind Parlament und Bundesrat zwar weitgehend einverstanden. Eine Differenz besteht aber im Umgang mit den bestehenden Kernkraftwerken.» Diese sollten so lange laufen, wie sie sicher seien. Ein zu schnelles Abschalten führe zu Stromimporten bei gleichzeitig angespannter Leitungskapazität. Die Publikumsfragen an die Bundesrätin betrafen dann vor allem den Stilllegungs- und den Entsorgungsfonds sowie Details zur Stilllegung der AKW.

Ist es nicht eine Zwängerei, wenn nach der beschlossenen Energiestrategie 2050 nun (auch) noch eine Initiative den Ausstieg aus der Atomenergie fordert – einfach mit strengerem Fahrplan? So eröffnete Gesprächsleiter Schmid das Podium. Claudia Friedl sieht die Initiative als Ergänzung zur Energiestrategie, die den erneuerbaren Energien «Schub» gebe, Yvonne Gilli argumentierte mit dem Sicherheitsaspekt bei immer älter werdenden AKW. Dies wiederum wollte Marc Mächler nicht akzeptieren: Sicherheit habe in diesem Land den höchsten Standard, und es werde viel Geld dafür investiert.

Versorgungssicherheit und Stromlücke
Roland Eberle ergänzte, dass der Vorteil der Schweizer AKW sei, dass sie «in der Hand der Öffentlichkeit» seien. Da habe Verantwortung eine ganz andere Bedeutung als etwa bei privat betriebenen Anlagen. Auch Versorgungssicherheit und eine allfällige Stromlücke waren unter anderem Themen der Runde. Sie wurden je nach Standpunkt anders eingeschätzt.

Es zeigte sich auch bei dieser Diskussion wieder, dass die Standpunkte von Befürwortern und Gegnern der Initiative nicht allein auf gesichertem Wissen, sondern ebenso auf der Gewichtung von Wissensaspekten beruht – und sie wiederum beeinflusst ist von der Überzeugung. Darin unterschieden sich die Diskutanten nicht sehr vom überwiegend kundigen Publikum in Wil, das – den gestellten Fragen nach zu schliessen – ebenfalls mit gefestigter Überzeugung zum Anlass erschien.

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