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Tag der Arbeit war auch Tag der Lohnungleichheit

Der Tag der Arbeit war nicht nur ein roter, sondern auch ein violetter Festtag: An den Umzügen und Rednerpulten wurde wie bereits im vergangenen Jahr auf die Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen aufmerksam gemacht. Auch die Klimaposter fanden ihren Weg an die Demos.

Das offizielle Motto lautete jedoch: «Mehr zum Leben.» Mehr Lohnschutz, mehr Lohn, mehr Rente, mehr Prämienverbilligungen und mehr Sicherheit am Arbeitsplatz forderten der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) und die ihm angeschlossenen Gewerkschaften gestern. Doch auch das aktuell hoch gehandelte Thema Klimaschutz fand seinen Platz am Tag der Arbeit. So nahm der neue SGB-Präsident Pierre-Yves Maillard die Klimajugend in seine Rede auf (siehe unten).

Berset kritisiert Lohnungleichheit

Von den Bundesräten waren die SP-Magistraten Alain Berset und Simonetta Sommaruga unterwegs. Auch Berset hat in seiner Rede in Solothurn die Lohnungleichheit zwischen Mann und Frau kritisiert. Der 1. Mai sei auch ein Tag der konkreten Forderungen. Es sei ein Tag, an dem man genau hinschaue, ob man wirklich in einer fairen Gesellschaft lebe, oder in einer Gesellschaft, die nur behauptet, fair zu sein.

Seine Amts- und Parteikollegin Simonetta Sommaruga besuchte eine Kinderkrippe in Freiburg, wo sie mit den Mitarbeitenden über ihre Aus- und Weiterbildung, ihre Arbeitsbedingungen und die Entlöhnung sprach. Der SGB hat landesweit rund 60 Veranstaltungen organisiert und zu zahlreichen Umzügen aufgerufen. Der 1.-Mai-Demonstrationszug in Zürich lockte rund 16000 Personen an. Das sind 3000 Personen mehr als im Vorjahr. Auch dort schwappte die Klimadebatte auf den Tag der Arbeit über – so wurde auf einem Transparent beispielsweise die Flug- ticketabgabe gefordert.

Am Umzug schritten auch zahlreiche, zum Teil vermummte, Personen aus dem linksautonomen Umfeld mit. Sie zündeten Rauchpetarden und warfen Farbbeutel unter anderem gegen eine Bankfiliale. Grundsätzlich zog die Stadtpolizei jedoch eine positive Bilanz. Neben einzelnen Sachbeschädigungen wurde auch ein Streifenwagen der Stadtpolizei beschädigt – von einer als Clown verkleideten Demonstrantin. Diese wurde am Limmatquai festgenommen. Als eine der Hauptrednerinnen trat in Zürich Nationalrätin Barbara Gysi auf. Die Vizepräsidentin der SP forderte unter anderem, dass die Löhne in den typischen Frauenberufen erhöht und Care-Arbeit endlich abgegolten werden müssten. SP-Präsident Christian Levrat wurde am Abend bei den Festivitäten in Interlaken erwartet.

«New Green Deal» in Bern

Auch Grünen-Präsidentin Regula Rytz nutzte die Gelegenheit für einen Auftritt. Nach dem Umzug, an welchem mehrere hundert Menschen teilnahmen, stellte sie in ihrer Rede die Klimadebatte ins Zentrum. «Wir brauchen einen Green New Deal, der in erneuerbare Energien, in neue Mobilitäts- und Gebäudetechnologie investiert», sagte sie auf dem Bundesplatz. (sda)

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