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Täuschend echt: Sogar Alain Berset fällt auf Fake-Twitter-Account von Keller-Sutter rein

Kaum gewählt, muss sich Neo-Bundesrätin Karin Keller-Sutter mit einem gefälschten Twitter-Account herumschlagen. Eine unbekannte Person verschickt in ihrem Namen wirre Nachrichten. Jetzt reagiert die Bundeskanzlei.
Adrian Müller, Christoph Bernet /Watson

Die frisch gewählte Bundesrätin Karin Keller-Sutter (FDP) sorgt auf Twitter für Aufsehen. Ohne, dass sie dies will. Bereits an ihrem zweiten Tag als Bundesrätin startet sie einen Twitter-Account. «Willkommen! Bienvenuti! Bienvenues! Welcome», schreibt die vermeintliche Magistratin am Mittag, in deren Profilbeschrieb «Official account» steht.

Sofort folgen der St.Gallerin unzählige Journalisten. Ebenso Bundesratskollege Alain Berset, der tschechische Botschafter in der Schweiz, SP-Nationalrat Fabio Molina sowie die Schweizer Botschaft in Washington.

Für Stirnrunzeln sorgt jedoch eine Zahl in ihrem Profil. Bereits nach drei Stunden auf Twitter folgt sie knapp 1000 Twitter-Usern. Da kommt rasch Fake-Alarm auf: Auf Anfrage von watson bestätigt die Bundeskanzlei den Verdacht. «Es handelt sich nicht um ein Profil von Karin Keller-Sutter. Wir werden bei Twitter Meldung erstatten», so ein Sprecher.

Unter den Accounts, denen die falsche Karin Keller-Sutter folgt, sind erstaunlich viele aus Ecuador. Darunter sind etwa das Umweltministerium des südamerikanischen Landes, zahlreiche ecuadorianische Medien, aber auch ein Skydiving-Festival oder ein lokaler Surfverband.

Unter den Followern ist auch Berset

Später gibt der Fake-Account richtig Gas. Kurz nach 17 Uhr beginnt die falsche Keller-Sutter, die Nachricht des Todes des einflussreichen schweizerisch-französischen Nouvelle-Vague-Regisseurs Jean-Luc Godard zu verbreiten, eine Falschmeldung.

Kurz vor 18 Uhr hiess es dann auf dem falschen bundesrätlichen Twitter-Profil, der Account sei vom italienischen Journalisten Tommaso De Benedetti erschaffen worden. Dieser hatte laut Guardian schon falsche Todesnachrichten über den Tod des Papstes oder von Fidel Castro verbreitet, wie der britische Guardian 2012 berichtete.


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