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Swisscom Hero League: Game-Helden locken Hunderte nach Zürich

Am Samstag kämpften die besten E-Sportler der Schweiz im Final um ein Preisgeld von 16'000 Franken. Swisscom nutzte die Gelegenheit, um die weiteren Pläne für ihre Hero League anzukündigen.
Federico Gagliano
Blick in die Halle 622 in Zürich, wo am Samstag die erste Ausgabe von Swisscoms E-Sport-Liga stattgefunden hat. (Bild: Ennio Leanza/Keystone, 11. Mai 2019)

Blick in die Halle 622 in Zürich, wo am Samstag die erste Ausgabe von Swisscoms E-Sport-Liga stattgefunden hat. (Bild: Ennio Leanza/Keystone, 11. Mai 2019)

Eigentlich stehen sich E-Sportler selten physisch gegenüber: Die Qualifikationsspiele werden oft online ausgetragen, deshalb kann jeder von dort aus spielen, wo er will. Grössere Matches werden aber offline ausgetragen: So zum Beispiel am Samstag in der Halle 622 in Zürich-Oerlikon. Dort fand der Final der ersten Ausgabe von Swisscoms eigener E-Sport-Liga, der Hero League, statt.

Bei drei verschiedenen Videospielen wurden Sieger gekürt: dem E-Sport-Klassiker League of Legends, dem Fantasy-Kartenspiel Hearthstone und dem Mobile-Strategiespiel Clash Royale. Zu gewinnen gab es neben Pokalen ein Preisgeld von 16'000 Franken. Die Swisscom konnte dabei gleich zwei Siege mitfeiern: Sowohl der Sieger bei Clash Royale, Karain «SenpaiRekt» Rastogi, als auch der bei Hearthstone, Syavach «StrikeReaper» Moussavi, gehören dem Team mYinsanity an, das von Swisscom gesponsert wird. Bei League of Legends gewann das Team «Postfinance Helix». Es handelt sich dabei um ein Experiment der Postfinance, Profi-Gamer auszubilden – offensichtlich mit Erfolg.

«Wir haben noch viel vor»

Die Konkurrenz war gross: Über 3'000 Spieler haben sich für die Liga angemeldet. Für den Final wurden 1'200 Tickets vorverkauft, noch mehr Besucher wurden gemäss Swisscom im Verlaufe des Tages erwartet. Das grosse Publikum schaute aber von zu Hause aus zu: Auf der Streaming-Plattform Twitch wurde die Live-Übertragung des Turniers über 20'000-mal angeschaut.

Für Nadine Jaberg, die seit Januar E-Sports-Verantwortliche der Swisscom ist, war der Final der krönende Abschluss einer aufregenden Saison. Doch damit nicht genug: «Wir haben noch viel vor.» Swisscom kündigte am Samstag bereits die Pläne für die nächste Saison an: Neu werden sich Teilnehmer auch im Taktik-Shooter Counter-Strike: Global Offensive (CS: GO), einem der ältesten E-Sport-Spiele, messen können. Bei der Ankündigung der Liga im Oktober des letzten Jahres hatte die E-Sport-Gemeinschaft bereits deutlich gemacht, dass CS: GO in ihren Augen Teil der Liga sein sollte.

Dafür musste die Wahl des Spiels Clash Royale anfangs viel Kritik einstecken. Die Hero League ist hierzulande das ein­zige Turnier für dieses Game. Einerseits wurde angezweifelt, ob das Spiel für E-Sport taugt, andererseits gelten Mobile-Spiele für viele Gamer immer noch nicht als «vollwertige» Videospiele – dies, obwohl solche Spiele über 50 Prozent des weltweiten Umsatzes mit Videospielen ausmachen. Die Kritiker seien aber inzwischen verstummt. «Teilnehmer- und Zuschauerzahlen haben uns recht gegeben», sagt Jaberg.

Akzeptanz wächst

Neben der Profiliga wurden Anfang Jahr zwei kleinere Cups gestartet, einer für die Fussballsimulation Fifa und einer für den Team-Shooter Overwatch. Zu gewinnen gibt es dort Sachpreise oder Handy-Guthaben. Für die nächste Saison wird Overwatch aber aus Lizenzgründen nicht mehr dabei sein – welches Spiel diesen Platz einnimmt, steht noch nicht fest. Wie die Profiliga sollen die Cups noch mehr Zuschauer anlocken, die noch keine Affinität zum E-Sport haben.

Doch das Interesse und die Akzeptanz für E-Sport wächst: Gemäss einer Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) wissen 30,6 Prozent der Schweizer ­Bevölkerung, was E-Sport ist. Für 27,6 Prozent ist E-Sport auch ­tatsächlich eine Sportart.

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