Suche nach Blochers Leck

Berner Malheur

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Das Auffinden undichter Stellen gehört zu den Lieblingsdisziplinen in der Bundesstadt. Ob die Sonntagsausgabe dieser Zeitung über Probleme beim Milliarden-Rüstungsprojekt Bodluv berichtet oder Nationalräte ausplaudern, Bundesrat Pascal Couchepin habe die Namen Mörgeli und Mengele vertauscht: Umgehend werden alle Hebel in Bewegung gesetzt, um Lecks zu orten und abzudichten.

Diese Maxime verstehen die Parlamentsdienste wörtlich, wie sie gestern bewiesen haben. Alt Bundesrat Christoph Blocher hatte sich am Dienstagabend die Nase mehrfach gebrochen, als er im obersten Stock des Bundeshauses in einer Wasserlache unter einem Oberlicht ausrutschte. Gestern machten sich die Hausherren auf die Suche nach undichten Stellen, wie «20 Minuten» observierte. Während einer halben Stunde liessen sie das Dachfenster von allen Seiten aus einem Schlauch bespritzen, um Lücken zu finden. Vergeblich. Damit bleibt die Quelle von Christoph Blochers jüngstem Berner Malheur vorerst unbekannt – und das Bundeshaus unberechenbares Terrain. (ffe.)