Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Straftaten-Statistik: Tiefster Wert seit 2009

Delikte Die Polizeien in der Schweiz registrieren immer weniger Straftaten. Im vergangenen Jahr ist deren Zahl um 6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Damit wurde erneut der tiefste Wert seit der Revision der Statistik im Jahr 2009 erreicht. Im Jahr 2017 wurden insgesamt 439 001 Straftaten gegen das Strafgesetzbuch erfasst. Innerhalb von fünf Jahren hat sich die Gesamtzahl um mehr als 170 000 Delikte reduziert. Die mit Abstand meisten Straftaten wurden mit 87 754 Fällen im Kanton Zürich registriert. Deutlich abgeschlagen folgen Bern (54 843 Fälle), Waadt (54 548) und Genf (51 938 Fälle). Die wenigsten Straftaten gab es in den Kantonen Uri (672 Fälle) und Appenzell-Innerrhoden (522 Fälle).

Auch beim Betäubungsmittelgesetz wurde im vergangenen Jahr ein Rückgang von 3,8 Prozent verzeichnet, wie der gestern publizierten Polizeilichen Kriminalstatistik des Bundesamts für Statistik (BFS) zu entnehmen ist. Bei fünf von sechs Widerhandlungen wurde jeweils der Konsum oder der Besitz illegaler Substanzen geahndet. Bei den Verstössen gegen das Ausländergesetz registrierten die Polizeikorps einen starken Rückgang um 9 Prozent.

Abnahme an Gewaltdelikten

Gemäss der Kriminalstatistik gab es im vergangenen Jahr auch 2 Prozent weniger Anzeigen wegen Gewaltdelikte. Die Zahl der schweren Gewalt hat dagegen um 47 Delikte oder 3 Prozent zugenommen. Bei den versuchten und vollendeten Tötungsdelikten konnten die Polizeikorps im vergangenen Jahr 95 Prozent der Fälle aufklären. Delikte gegen die sexuelle Integrität nahmen 2017 um 5 Prozent ab. Beispielsweise wurden 14 Prozent weniger sexuelle Handlungen mit Kindern und 7 Prozent weniger Anzeigen zu sexueller Nötigung erfasst. Im Gegensatz dazu registrierten die Polizeikorps einen Anstieg von Fällen der Porno­grafie (plus 17 Prozent) und Vergewaltigungen (plus 5 Prozent).

Trotz allgemeinem Rückgang gab es Delikte, die gegen den Trend verliefen. So wurden im vergangenen Jahr beispielsweise erstmals über 3000 Straftaten von Gewalt und Drohung gegen Beamte polizeilich registriert. Dies entspricht mehr als acht Straftaten pro Tag. Auch im Bereich der Cyberkriminalität gab es mehr Verstösse gegen das Strafgesetzbuch. ­Taten wie unbefugte Datenbeschaffung (plus 9 Prozent), unbefugtes Ein­dringen in Datensysteme (plus 5 Prozent) und betrügerischer Missbrauch einer EDV-Anlage (plus 4 Prozent) nahmen zu. (red/sda)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.