St.Otmar verliert in der zweiten Runde gegen Wacker Thun mit 31:33

Zum Punktgewinn reichte es dem TSV St.Otmar gegen Wacker Thun nicht – obwohl die St.Galler den Gastgebern über weite Strecken ein ebenbürtiger Gegner waren.

Fritz Bischoff aus Thun
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Andrija Pendic (Mitte) war mit 11 Treffern der Topskorer von St.Otmar

Andrija Pendic (Mitte) war mit 11 Treffern der Topskorer von St.Otmar

Archivbild: Ralph Ribi

St.Otmar kann den Erstrundensieg mit dem 29:26 vom vergangenen Mittwoch gegen den HSC Suhr Aarau in der zweiten Meisterschaftsunde in Thun nicht bestätigen und verliert gegen Wacker 31:32. Eine zwingende Niederlage war es nicht, denn die St.Galler waren mit Ausnahme einer kurzen Phase nach der Pause den Gastgebern ein ebenbürtiger Gegner – ja phasenweise diesem überlegen.

Dass es trotzdem zur Niederlage kam, hatten sich die Gäste selbst zuzuschreiben. Die Quote von 15 Fehlern war ganz einfach zu hoch. Die Fehler an und für sich waren noch das eine, das andere war der Umstand, dass Thun die St.Galler Mängel immer wieder zu einfachen Toren zu nutzen verstand.

Gut ins Spiel gefunden

Obwohl die Partie wegen verspäteter Schiedsrichter mit einer halben Stunde Verspätung begann, war St.Otmar von Begin weg bereit, konzentriert und kämpferisch motiviert. Die Deckung mit einem sichern Torhüter Aurel Bringolf im Rücken agierte konsequent und kompakt. Im Angriff funktionierten die mit Druck gespielten Übergänge.

Aus dem Rückraum und vom Kreis konnten die Treffer zur 10:6-Führung nach gut einer Viertelstunde erzielt werden. Doch je näher die Pause rückte, desto besser kam Wacker unter der Regie des ins Kader zurück gekehrten Lukas von Deschwanden in seinen gewünschten Aktionsmodus und glich kurz vor der Pause zum 15:15 aus.

Kein Weckruf für St.Otmar

Die Erwartung an die St.Galler, dass der Ausgleich des Heimteams für die 2. Halbzeit ein Weckruf an das eigene Leistungsvermögen sein könnte, erwies sich als Fehleinschätzung. Nach dem 18:18 wurden die Berner Oberländer zum dominierenden Team.

Bei St.Otmar funktionierte vor allem die Defensive im 1:1-Verhalten nicht mehr. Dazu verschlechterte sich in der Offensive die Chancenauswertung. Mitte der zweiten Spielhälfte führte Wacker 25:20.

Doch die Gäste ergaben sich nicht in die drohende Niederlage. Sie kämpften sich unter der Führung von Andrija Pendic, der mit seinen 11 Treffern der Topskorer seines Teams war, nochmals ins Spiel zurück, leisteten sich aber auch immer wieder unnötige Fehler. So war der 31:32-Anschlusstreffer in der letzten Spielminute wohl ein kleiner Hoffnungsschimmer, zum Punktegewinn reichte es aber doch nicht mehr. Wacker Thun siegte schliesslich 33:31.