Steuerprivileg verlängert

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Mehrwertsteuer Der Nationalrat ist stillschweigend auf die Linie des Ständerats eingeschwenkt: Das Steuerprivileg für die Hotels wird somit um weitere zehn Jahre bis 2027 verlängert. Man habe lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach, sagte etwa CVP-Nationalrat Dominique de Buman (FR) während der gestrigen Debatte. Buman hatte sich mit einer parlamentarischen Initiative für die unbefristete Verlängerung eingesetzt. Für die Investitionssicherheit der Hoteliers sei die zehnjährige Frist allerdings unzureichend.

Der Sondersatz für die Hotellerie war 1996 eingeführt worden: Die Mehrwertsteuer wurde damals von den üblichen 8 auf 3,8 Prozent gesenkt. Ursprünglich nur als vorübergehende Massnahme zur Stützung der kriselnden Hotelbranche gedacht, wurde der Sondersatz bereits fünf Mal verlängert. Ende Jahr wäre das Steuerprivileg abermals ausgelaufen.

Die steuerliche Entlastung sei weiterhin nötig, denn die Lage vieler Hoteliers sei schwierig, zeigte sich eine Mehrheit der Parlamentarier während der Debatten in beiden Kammern überzeugt. Vor allem in den Berggebieten hätten Hotels einen schweren Stand, auch wegen des starken Frankens. Umstritten war im Parlament denn auch nicht in erster Linie, ob der Sondersatz überhaupt verlängert werden soll, sondern vor allem um welchen Zeitraum. Der Nationalrat hatte sich in seiner ersten Beratung für eine unbefristete Verlängerung ausgesprochen. (sda)