Städte befürchten Konflikte wegen Warteschlangen

Die Zahl der Kunden in Läden ist aufgrund der Coronasituation begrenzt. Das verlangt die Abstandsregeln. Die zu erwartenden Warteschlangen vor den Geschäften dürften nicht ohne Konflikte ablaufen, befürchten die Städte - doch sie sind gewappnet.

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Abstandsmarkierungen vor eine Migrosfiliale in Zürich. Warten beginnt auf öffentlichem Grund.

Abstandsmarkierungen vor eine Migrosfiliale in Zürich. Warten beginnt auf öffentlichem Grund.

(BIld: KEY)

Mit den Gartencentern und Baumärkten erwachen morgen weitere Geschäfte aus dem Lockdown. In zwei Wochen, so der Plan des Bundesrats, folgen dann sämtliche anderen Läden. Mit der schrittweisen Öffnung würde die Nutzung des öffentlichen Raums unter Wahrung des nötigen Abstands im schweizerischen Städteverband intensiver diskutiert, sagt dessen Direktorin Renate Amstutz in der «NZZ am Sonntag». «Konflikte sind möglich und auch nicht immer ideal zu lösen.»

Zum Beispiel rund um die Nutzung von Verkehrsflächen, Trottoirs, bei Haltestellen oder vor gewissen Läden. Eine schweizweite Lösung gibt es laut Amstutz nicht. Dies sei weder sinnvoll noch möglich. Eine Umfrage bei den Städten zeige aber, dass diese bereit seien, Warteschlangen auf öffentlichem Boden zu akzeptieren. Die Polizei weiss, was auf sie zukommt. «Geschäfte dürfen unter der Auflage öffnen, dass sie die Vorschriften des Bundes umsetzen. Da gehören auch allfällige Warteschlangen und andere Begleiterscheinungen dazu», schreibt die Kapo St. Gallen.

Man werde entsprechende Situationen vor Ort beurteilen. Erst würde man auf Dialog setzen und erst als Letztes durchgreifen.