Sie werden immer reicher: So schwer sind die 10 reichsten Schweizerinnen und Schweizer 2019

Noch nie waren sie so reich wie heute: Im Vergleich zum Vorjahr stieg das Vermögen der 300 reichsten Schweizerinnen und Schweizer um 27 Milliarden. Die zehn reichsten verdienten ihre Brote unter anderem mit Möbeln, Pharma, Mode und Bier.

Mona Martin
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Die 10 reichsten Schweizerinnen und Schweizer 2019
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1. Platz: Die IKEA-Brüder Jonas Mathias und Peter Kamprad hüten rund 55 Milliarden Franken.
2. Platz: André Hoffmann mit Familien Hoffmann und Oeri sitzen mit der Pharma-Firma Roche auf 27,5 Milliarden Franken.
3. Platz: Die Gebrüder Gérard (Genf) und Alain Wertheimer sind Eigentümer der Chanel-Gruppe. Vermögen: 24 Milliarden Franken.
4. Platz: Jorge Paulo Lemann mit Frau Susanna Mally Lemann. Ihr Business ist das Bier und das Fast Food. Beteiligungen an AB in Brev und Burger King bringen dem Ehepaar ein Vermögen von 22,5 Milliarden Franken ein.
5. Platz: Der Bankier Joseph Safra – unter anderem Privatbank J. Safra Sarasin – bringt es auf ein Vermögen von 22,5 Milliarden.
6. Platz: Gennadi Timotschenko, enger Freund von Vladimir Putin, erweiterte mit Beteiligungen unter anderem im Energie-, Versicherungs- und Bankenbereich sein Vermögen auf 17,5 Milliarden.
7. Platz: Ernesto Bertarelli. Bekannt geworden als Segler für das Schweizer Team Alinghi, vermehrte er sein Vermögen mit Beteiligungen im Immobilien- und Life-Sciences-Bereich auf stolze 15,5 Milliarden.
8. Platz: Die Schneiderfamilie Brenninkmeyer, vor allem bekannt durch die Bekleidungskette C&A, mit Clanchef Maurice vereint 14,5 Milliarden Franken Vermögen.
9. Platz: Calanda, Eichhof, Ittinger Amber, Haldengut, Heineken und Ziegelhof verhelfen Charlene de Carvalho-Heineken zu ihren 14,5 Milliarden Vermögen.
10. Platz: Die Marke Jacobs-Kaffee dürfte den meisten ein Begriff sein. Der wichtigste Pfeiler des Familienvermögens ist jedoch der Schokoladenhersteller Barry Callebaut. Das Gesamtvermögen beträgt 11,5 Milliarden.

Die 10 reichsten Schweizerinnen und Schweizer 2019

/KEYSTONE/STEFFEN SCHMIDT

Wie jedes Jahr errechnet das Wirtschaftsmagazin «Bilanz» die 300 reichsten Schweizerinnen und Schweizer. Ihr gemeinsames Vermögen beträgt 702 Milliarden Schweizer Franken. Zum Vergleich: letztes Jahr betrug das Gesamtvermögen noch derer 675. Die Taschen sind also um stolze 27 Milliarden praller.

Als die «Bilanz» 1989 eine Liste der Reichsten veröffentlichte, besassen die erfassten 100 Personen zusammen 66 Milliarden. Das kann aus heutiger Sicht nur belächelt werden: Die zwei Reichsten, die IKEA-Brüder Kamprad und die Pharma-Familien Hoffmann und Oeri, verfügen heute alleine über 82 Milliarden und damit über weitaus als die 100 von damals zusammen.

Seit knapp zwei Jahrzehnten Nummer 1

Die Brüder Kamprad reiten mit der Möbelhaus-Kette IKEA nach wie vor auf der Erfolgswelle. Zum 18. Mal führen sie die Liste der Vermögendsten des Landes mit 54,5 Milliarden an. Und zwar mit gehörigem Abstand auf den Zweiten: Die Basler Familien Hoffmann und Oeri, die vor allem mit neuen Krebsmedikamenten der Pharma-Gigantin Roche punkteten, kommen noch auf rund die Hälfte – nämlich 27,5 Milliarden.

Die grössten Gewinner

Zwei der drei grössten Gewinner sind unter den zehn reichsten: Investor Gennadi Timtschenko (Volga Group) und Chanel-Aktionär Gérard Wertheimer legten im Vergleich zum letzten Jahr beide um satte 5 Milliarden zu.

Die grössten Verlierer

Kein gutes Jahr war es für den Rohstoffgiganten Glencore. Das Aktienpaket von Hauptaktionär Ivan Glasenberg verlor um 1,25 Milliarden an Wert. Die Dividenden dürften ihn allerdings trösten: Es sind jährlich 225 Millionen.

Neben vielen altbekannten Namen, kamen auch neue zum «Bilanz»-Ranking dazu: