SEITENSPRUNG: Jetzt spricht Darbellays Affäre

Familienpolitiker Christophe Darbellay war unlängst wegen eines unehelichen Kindes in den Schlagzeilen. Der CVP-Mann zeugte sein viertes Kind bei einem Seitensprung. Zum ersten Mal äussert sich nun die Geliebte.

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Christophe Darbellay hat bei einem Seitensprung im Dezember ein uneheliches Kind gezeugt. (Bild: PETER SCHNEIDER (KEYSTONE))

Christophe Darbellay hat bei einem Seitensprung im Dezember ein uneheliches Kind gezeugt. (Bild: PETER SCHNEIDER (KEYSTONE))

"Mein Sohn wiegt jetzt 2,1 Kilo, die wichtigsten Organe sind alle in Ordnung." Dies und weitere Höhen und Tiefen ihrer Schwangerschaft hat Christophe Darbellays Affäre im Internet dokumentiert. In einem frei zugänglichen Blog hat sie ausserdem Gedanken wie "Du wirst nie perfekt sein müssen, kleiner Bär" oder "Du bist hier, weil du ein Wunder bist" geäussert.

Zum Seitensprung schweigt sie sich allerdings aus. Einzig über ihre Anwältin lässt sie verlauten: "Ich bin keine Person des öffentlichen Interesses." Sie konzentriere sich auf die Gesundheit ihres neugeborenen Kindes. "Ich ersuche Sie höflich, meine Privatsphäre während dieser Zeit zu respektieren", heisst es in einem Schreiben an die "Schweizer Illustrierte".

Zeit des Vertuschens
Familienpolitiker Darbellay indes sagt, dass er sich um seinen Sohn kümmern wolle, und das nicht nur finanziell. "Noch vor dessen Geburt habe ich das Kind offiziell anerkannt", sagt er gegenüber dem Magazin.

Im Vorfeld wusste niemand ausser den Beteiligten von der Schwangerschaft. "Als ich im vergangenen Dezember, kurz bevor ich meine Amtstätigkeit in Bern beendete, eine Nacht mit einer Frau verbrachte, habe ich einen schweren Fehler begangen", sagte Darbellay zum "SonntagsBlick". Die Frau wurde schwanger.

"Es war für mich ausserordentlich schwierig, gegenüber meiner Ehefrau einzugestehen, was sich ereignet hat." Daher habe er ihr auch erst kurz vor der Geburt den "Fehler" gebeichtet und sich entschuldigt.

Folgen der Affäre offen
Trotz Beichte und Entschuldigung dürfte die Affäre um Christophe Darbellays unehelichen Sohn nachhallen. Denn: Darbellay machte sich als Nationalrat stark für die Familien-Initiative und sprach sich gegen "die Schwächung der Ehe" aus. Zudem propagiert er die traditionelle Familie als Ideal.

Offen ist auch, welche Folgen die Geschichte für die politische Karriere Darbellays hat. 2017 will er nämlich Staatsrat im Kanton Wallis werden. (red.)