Schweizer Sportverbände nicht steuerbefreit

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Standortförderung Im Gegensatz zum Weltfussballverband Fifa und anderen internationalen Sportvereinigungen gibt es keine Steuerbefreiung für nationale Sportverbände. Das Bundesgericht hat eine entsprechende Beschwerde des Schweizerischen Verbands für Pferdesport (SVPS) abgewiesen – dies bereits zum zweiten Mal.

In einem diese Woche publizierten Urteil stützte das Bundesgericht die bisherige Praxis der Steuerprivilegien für internationale Sportverbände. Die Schweiz müsse diesen gute Rahmenbedingungen bieten und so auch in Zukunft ihre führende Position im internationalen Standortwettbewerb behaupten. Zudem gelte es der Friedensförderung und Völkerverständigung durch die internationalen Verbände Rechnung zu tragen, begründete das höchste Gericht in Lausanne sein Urteil weiter.

Der Pferdesportverband reagierte gestern in einem Communiqué enttäuscht. Das Bundesgericht verweigere dem Verband die Steuerbefreiung wegen des überwiegenden Selbsthilfe- und Erwerbszwecks. Das sei eine Diskriminierung gegenüber den internationalen Sportverbänden mit ihren hochgradig kommerziellen Interessen.

Die Pferdesportler hatten gegen einen Entscheid der bernischen Steuerverwaltung bei Bundesgericht rekurriert. Bereits zuvor hatte der Verband eine Beschwerde in Lausanne eingereicht, die ebenfalls abgelehnt wurde. (sda)