Spionage-Affäre
Schweizer Spion verurteilt – nun erwägt Valentin Landmann Klage gegen die Schweiz

Für Valentin Landmann, den Schweizer Anwalt des verurteilten Spions, ist der Fall noch nicht zu Ende: Er zieht eine Zivilklage gegen die Schweiz, vertreten durch den Nachrichtendienst des Bundes (NDB), in Erwägung. Er und sein Mandant würden in den nächsten Wochen das weitere Vorgehen besprechen.

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«Wenn jemand einen Auftrag gibt und Schaden entsteht, muss der Auftraggeber dafür gerade stehen», erklärte Landmann gegenüber den Medien. (Archivbild)

«Wenn jemand einen Auftrag gibt und Schaden entsteht, muss der Auftraggeber dafür gerade stehen», erklärte Landmann gegenüber den Medien. (Archivbild)

Christian Merz

Der Fall werde sie weiterhin beschäftigen, sagte Valentin Landmann am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Seinem Mandanten sei durch den Prozess erheblicher Schaden entstanden, nachdem er "einwandfrei" für den Staat gearbeitet habe.

"Wenn jemand einen Auftrag gibt und Schaden entsteht, muss der Auftraggeber dafür gerade stehen", sagte Landmann. Er werde mit seinem Mandanten deshalb in den nächsten Wochen besprechen, inwiefern Schadenersatzansprüche geltend gemacht werden könnten.

Mit dem Ausgang des Prozess sei er sehr zufrieden, sagte Landmann. Und auch sein Mandant habe sich ihm gegenüber per Telefon glücklich geäussert über "das vernünftige Ende" der Affäre in Deutschland. Der 54-Jährige befinde sich zur Zeit noch in Frankfurt und werde später in die Schweiz zurückkehren.

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