Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Schweizer Flughäfen sind machtlos gegen Drohnen – nicht so das WEF

In London mobilisieren die Behörden die Armee, um die Drohnen-Attacken auf den Gatwick-Airport zu stoppen. In der Schweiz können die Flughäfen kaum etwas gegen die ferngesteuerten Dinger tun. Das WEF hingegen ist vorbereitet.
Adrian Müller / Watson
Drohnen stören auch in Zürich immer wieder den Flugverkehr. (Bildmontage: watson/keystone)

Drohnen stören auch in Zürich immer wieder den Flugverkehr. (Bildmontage: watson/keystone)

Das hat es in der Geschichte der Luftfahrt so noch nie gegeben. Eine regelrechte Drohnen-Invasion legt seit Mittwochabend den Mega-Airport London Gatwick lahm. Die Behörden haben die Armee mobilisiert, um die Quadcopter zu stoppen. Seit Freitagmorgen starten wieder erste Flugzeuge vom siebtgrössten Flughafen Europas.

Ein Drohnen-Chaos wäre auch in der Schweiz möglich. Denn die Flughafenbetreiber können kaum etwas gegen die ferngesteuerten Dinger tun.

«Wir haben kein System für die Drohnen-Erkennung und können sie auch nicht abschiessen», sagt Flughafen-Sprecherin Sonja Zöchling zu watson. Komme es zu Sichtungen, müssten im schlimmsten Fall wie in London Gatwick Starts und Landungen so lange gestoppt werden, bis der Luftraum wieder frei sei.

Am Flughafen Zürich kam es zuletzt laut der Flugunfalluntersuchungsstelle SUST im September zu einem «schweren Vorfall» mit Drohnen. Ein Swiss-Airbus aus Berlin befand sich im Endlandeanflug, als plötzlich eine Drohne auftauchte und mit einem Abstand von weniger als 20 Metern am Flugzeug vorbeisurrte.

WEF rüstet gegen Drohnen auf

Drohnen sind auch für das kommende Weltwirtschaftsforum in Davos ein Problem. Die Behörden fürchten, dass die Flugobjekte im schlimmsten Fall benutzt werden könnten, um als fliegende Bombe einen Anschlag zu verüben. Für die Drohnen gilt deshalb ab dem 21. Januar 2019 in der Region eine Luftraumsperre.

Dringen Drohnen trotzdem in das Gebiet ein, können sie abgeschossen werden. 2018 präsentierte die Kapo Graubünden erstmals ein Drohnen-Abwehrsystem. Mit einer Anti-Drohnen-Pistole schiessen Drohnen-Fänger ein Netz ab, das sich in der Luft aufspannt und die Quadcopter einfängt. Die Reichweite beträgt aber nur gut 50 Meter.

Das ist nur ein Teil des Abwehrdispositivs: In den vorhergehenden Jahren betrieben Spezialfirmen ein Überwachungssystem, das die Drohnen in der Luft erkennt.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.