Schneller altern dank der Zigarette

An den Alten war gestern kein Vorbeikommen. Johann Schneider-Ammann nahm sich der älteren Arbeitnehmenden an (Text links). Es war einer jener runden Tische, die Bundesräte gerne ins Leben rufen, und bei denen am Ende wenig Neues herauskommt.

Tobias Bär
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An den Alten war gestern kein Vorbeikommen. Johann Schneider-Ammann nahm sich der älteren Arbeitnehmenden an (Text links). Es war einer jener runden Tische, die Bundesräte gerne ins Leben rufen, und bei denen am Ende wenig Neues herauskommt. Nicht vom Hocker gehauen hat uns auch das, was die Bundesstatistiker gestern verlautbarten: «Die Schweizer Bevölkerung wächst und altert.» Da wollte das omnipräsente Bundesamt für Gesundheit nicht hinten anstehen und verkündete gleichentags ebenfalls Altbekanntes: «Raucherinnen und Raucher altern schneller.»

Mit dieser Schreckensmeldung also will das Bundesamt die seit Jahren stagnierende Raucherquote endlich drücken. Ob sich die hartnäckigen Qualmer von der Botschaft abholen lassen, ist aber mehr als fraglich. Schliesslich gibt es gute Gründe, möglichst schnell alt zu werden. Man hätte Zeit für ausgedehnte Reisen und für all die Bücher, die noch zu lesen wären. Nur wer sich beim Älterwerden sputet, kommt zudem in den Genuss einer Rente. Wer hingegen auf die Zigarette verzichtet und gemächlich in Richtung Pensionsalter trottet, auf den wartet ein geleerter AHV-Topf – das hat Gesundheitsminister Alain Berset diese Woche höchstselbst zugegeben. Selbstverständlich bergen die Glimmstengel auch Gefahren. Gegen Raucherkrankheiten hilft aber garantiert ein bewährtes Rezept unseres Bundespräsidenten: «Rire.»

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