Schlussspurt für das Referendum

BERN. Das Referendum zu den Steuerabkommen mit Deutschland, Grossbritannien und Österreich wird zur Zitterpartie. Bis Donnerstag haben die Jungsozialisten sowie das Bündnis aus Auns, Lega und Junger SVP Zeit, um die nötigen 50 000 Unterschriften zusammenzutragen.

Merken
Drucken
Teilen

BERN. Das Referendum zu den Steuerabkommen mit Deutschland, Grossbritannien und Österreich wird zur Zitterpartie. Bis Donnerstag haben die Jungsozialisten sowie das Bündnis aus Auns, Lega und Junger SVP Zeit, um die nötigen 50 000 Unterschriften zusammenzutragen. «Es wird spannend», sagt Juso-Präsident David Roth. Es gehe um jede einzelne Unterschrift. Wie viele bereits gesammelt wurden, lässt sich nicht genau beziffern. Mitte August nannte die Juso die Zahl 3000. Die Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz (Auns) sprach letzte Woche gegenüber dem «Blick» von 42 000 Unterschriften. «Wir haben noch keine Gewissheit, dass es reicht», sagt Geschäftsführer Werner Gartenmann. Der Erfolg hänge vor allem davon ab, ob die gesammelten Unterschriften rechtzeitig beglaubigt werden könnten.

Besonders harzig verlief die Sammlung während Juli und August. Kommt hinzu, dass für jedes der drei Abkommen je eine Unterschrift gesammelt werden muss. Roth hat bei anderen Themen schon 20 Unterschriften pro Stunde gesammelt. Bei den Steuerabkommen kam er auf lediglich 12. «Wir müssen bis zum Schluss Gas geben», ist sich die unheilige Allianz daher einig. Weil insgesamt bloss 100 Tage zur Verfügung stehen, ist mit weniger ungültigen Stimmen zu rechnen als bei Volksinitiativen. Das Polster kann kleiner sein. Die Abstimmung wäre am 25. November. (eru)