SALZKORN
Schweizer Fleisch rettet die Medien

Das Mediengesetz ging bachab, doch Rettung ist in Sicht. Diese kommt aus unerwarteter Ecke.

Stefan Schmid
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Corinne Bromundt

Der Staat hätte die Medien mit bis zu 150 Millionen Franken jährlich subventionieren sollen. Doch das Volk stoppte das Vorhaben an der Urne. Die armen Medienhäuser müssen nun im freien Markt ums nackte Überleben kämpfen.

Doch es gibt einen Ausweg aus der Misere. Und diese heisst: Schweizer Fleisch. In der gestrigen Sonntagspresse wurde den Leserinnen und Lesern auf jeweils einer ganzen, von «Schweizer Fleisch» gesponserten Seite erklärt, warum man, sie erraten es, Schweizer Fleisch essen soll. Die Argumente sind altbekannt. Das Fleisch ist – natürlich – nachhaltig und tiergerecht produziert und trägt zu einer nährstoffreichen und daher ausgeglichenen Ernährung bei.

So weit, so gut. Was hingegen viele nicht wissen: «Schweizer Fleisch» bekommt vom Bund, also von den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern, jährlich fünf Millionen Franken, um Werbung für sich zu machen – zum Beispiel auf gesponserten Zeitungsseiten. Darum an dieser Stelle: Danke, liebe Steuerzahlenden, für den schönen Batzen. Alles andere ist Beilage.