Rot-grün triumphiert im Kanton Waadt

Die Waadt wird im Ständerat weiterhin von einem linken Doppelpack vertreten. Géraldine Savary (SP) und Luc Recordon (GP) konnten ihren Vorsprung aus dem ersten Wahlgang verteidigen.

Denise Lachat
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LAUSANNE. Savary erzielte das beste Ergebnis mit 56 Prozent aller Stimmen, Recordon kam auf 51 Prozent. Die Herausforderer der Rechten wurden deutlich distanziert: Isabelle Moret, die Kandidatin der FDP kam auf 44 Prozent Stimmen, für Guy Parmelin von der SVP stimmten 42 Prozent.

Die politischen Verhältnisse im Kanton spiegelt dieses Wahlresultat zwar nicht wider; nach wie vor halten die Bürgerlichen die Mehrheit sowohl in der Regierung als auch im Parlament. Das Resultat erklärt sich zum einen damit, dass die Linke mit dem Bonus der Bisherigen startete, zum anderen mit der schlechten Akzeptanz des gegnerischen Tickets. Während die linken Wählerinnen und Wähler geschlossen stimmten, überzeugte die Verbindung zwischen der SVP und der FDP, die in der Waadt noch nicht einmal mit den Liberalen fusioniert hat, die Wählerschaft offenkundig nicht. Sowohl Parmelin als auch Moret wurden auf den Listen des vermeintlichen Partners zahlreich gestrichen.

Vermutlich hätte die Rechte ihren vor vier Jahren verlorenen Sitz mit einer Einerkandidatur eher zurückgeholt. Die Freisinnigen hatten gehofft, die SVP ziehe die Kandidatur Parmelins zurück und schare sich hinter der Freisinnigen Moret.