Roger Köppel schafft es mit Rekordresultat

ZÜRICH. Als die Delegierten der SVP des Kantons Zürich Ende Mai die Nationalratsliste absegnen sollten, gab es Diskussionen: Sollte Roger Köppel, Chefredaktor der «Weltwoche» und politischer Quereinsteiger, wirklich lediglich auf den vergleichsweise unattraktiven 17. Listenplatz gesetzt werden?

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ZÜRICH. Als die Delegierten der SVP des Kantons Zürich Ende Mai die Nationalratsliste absegnen sollten, gab es Diskussionen: Sollte Roger Köppel, Chefredaktor der «Weltwoche» und politischer Quereinsteiger, wirklich lediglich auf den vergleichsweise unattraktiven 17. Listenplatz gesetzt werden?

Eine Mehrheit der Votanten war damals dieser Meinung. Köppel werde den Sprung ins Parlament auch von diesem Listenplatz aus schaffen. Diese Votanten sollten recht behalten: Der «Weltwoche»-Chefredaktor schaffte gestern die Wahl – und er tat dies mit einem Rekordresultat. Selbst erfahrene Beobachter zeigten sich überrascht. Roger Köppel Superstar.

Der Rückblick zeigt indes, dass Köppels Sturm an die Spitze nicht von ungefähr kam. Vielmehr hat sich der Kandidat über die Wochen und Monate nicht geschont. «Seine Langzeitkampagne stand auf soliden Pfeilern», urteilt denn auch etwa der Berner Politbeobachter Mark Balsiger.

In der Tat: Nicht nur, dass Köppel sich jede Woche in seiner Zeitschrift zum Zeitgeschehen äusserte, er nahm sich unter anderem auch die Zeit für eine eigentliche Tour de Suisse als Redner zum Thema Schweiz und Europa. Dies stets in vollen Sälen. Unschwer liess sich schon damals feststellten, dass der Kandidat die Fähigkeit besitzt, sein Publikum (und damit potenzielle Wähler) zu begeistern.

Roger Köppel ist gestern glanzvoll in den Nationalrat gewählt worden. Man darf gespannt sein, wie sich der Einzelkämpfer, der bisher auch vor Kritik an Parteikollegen nicht zurückschreckte, in die Fraktion der SVP einfügen wird – am Ende gar als neuer starker Mann? Fortsetzung folgt. (cla.)

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