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Rivalen wagen es nicht, Keller-Sutter herauszufordern

Die drei FDP-Bundesratskandidaten präsentieren sich in Muttenz der Bevölkerung. Die Kronfavoritin gab sich keine Blösse.
Roger Braun
Der Schaffhauser Regierungsrat Christian Amsler, Ständerätin Karin Keller-Sutter und Ständerat Hans Wicki anlässlich der FDP-Roadshow in Muttenz. (KEYSTONE/Georgios Kefalas, Dienstag, 6. November 2018)

Der Schaffhauser Regierungsrat Christian Amsler, Ständerätin Karin Keller-Sutter und Ständerat Hans Wicki anlässlich der FDP-Roadshow in Muttenz. (KEYSTONE/Georgios Kefalas, Dienstag, 6. November 2018)

Werden die beiden Herren Karin Keller-Sutter das Wasser reichen können? Das war die Hauptfrage, die sich am Dienstagabend in Muttenz stellte. Zum ersten Mal trafen die drei Kandidaten für die Nachfolge von Bundesrat Johann Schneider-Ammann aufeinander.

Bei der Vorstellung versuchte sich jeder ins beste Bild zu rücken. «Ich feiere dieses Jahr das 30-Jahr-Jubiläum», sagte Keller-Sutter mit Verweis auf ihre erste politische Kandidatur. Dann zählte sie die Stationen ihrer Karriere auf: Stadtparlament, Gründung der Jungfreisinnigen, Präsidium der kantonalen FDP Frauen, Kantonsrätin, Regierungsrätin, Ständerätin. «Ich habe über die Jahre und über alle Stufen das politische Handwerk erlernt», sagte sie. Die Botschaft war klar: Hier ist jemand, die kraft ihrer Erfahrung bereit ist für das wichtigste politische Amt des Landes. Der Schaffhauser Regierungsrat Christian Amsler gab vor allem seiner Begeisterung für die Regierungsarbeit Ausdruck. «Ich bin ein homo politicus und in der Exekutive, da kann man gestalten und etwas bewegen.» Auch wenn er auch schon Kantonsrat war, räumte Amsler bereitwillig ein: «Ich bin mehr Exekutivpolitiker als Parlamentarier.» Der Nidwaldner Ständerat Hans Wicki strich seine Wirtschaftserfahrung hervor. Bei einem internationalen Elektrotechnikunternehmen habe er 700 Leute geführt. Er bezeichnete sich als Freisinniger «durch und durch». «Wenn sich jemand engagiert und Herzblut in eine Sache steckt, soll sich das auch lohnen.» Ein Exekutivamt auszuführen sei etwas vom Schönsten, was es gebe, sagte der ehemalige Nidwaldner Baudirektor. «Es ist wunderbar, die Gesellschaft mitformen und mitgestalten zu können.»

Wicki und die Frage nach der Heimat

Bei der Fragerunde provozierte Wicki einige Lacher bei den rund 150 Zuschauern. Auf die Frage, was Heimat sei, setzte der Urschweizer Nidwalden kurzerhand mit Heimat gleich. Er sei sehr erfreut gewesen, als er von der Frage hörte, sagte er. «Schliesslich ist das für mich als Nidwaldner ein Heimspiel.» Keller-Sutter war immer dann stark, wenn sie ihre Kompetenz ausspielen konnte. Zum Beispiel, als sie über ihre Reise als Präsidentin der EU-Efta-Delegation nach Grossbritannien und Irland erzählte. Der Besuch an die innerirische Grenze sei ihr «wahnsinnig eingefahren», sagte sie. Sie sprach von einer «delikaten Situation», wenn Grossbritannien und die EU keine Lösung für einen geordneten Brexit fänden. Dann bestehe das Risiko, dass der nordirische Konflikt wieder ausbrechen könne. Amsler wiederum überzeugte mit seiner Bühnenpräsenz. Seine markante Statur, seine kräftige Stimme, seine ausgeprägte Gestik: Wenn Amsler spricht, hört man zu. Er schien den Auftritt auch sichtlich zu geniessen.

Insgesamt fielen weder Amsler noch Wicki ab. Gleichzeitig mieden beide Risiken. Wenn Keller-Sutter einmal dezent Uneinigkeit signalisierte, ­lenkten sie in vorauseilendem Gehorsam ein. An der Ausgangslage im FDP-Lager ändert sich nichts: Keller-Sutter ist und bleibt die grosse Favoritin.

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