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REPRÄSENTATION: Kleider machen Politiker

Berner Wissenschafter haben untersucht, wie sich Parlamentarier kleiden und was sie damit aussagen wollen.
Sven Altermatt
Daniel Brelaz (Grüne/VD) outete sich im Parlament als Katzenfan. (Bild: PETER KLAUNZER (KEYSTONE))

Daniel Brelaz (Grüne/VD) outete sich im Parlament als Katzenfan. (Bild: PETER KLAUNZER (KEYSTONE))

«Kleider machen Leute», sagt der Volksmund. Man könnte ergänzen: erst recht, wenn sie in der Öffentlichkeit stehen. Das dominierende Prinzip scheint dabei zu sein: «Nur nicht auffallen». Doch warum kleiden sich Politiker so, wie sie sich kleiden? Diese Frage wurde hierzulande bisher kaum beachtet, schon gar nicht wissenschaftlich.

Nun haben Forscher der Universität Bern einen Anfang gemacht: Ein Team um den Politologen Alexander Arens untersuchte, inwiefern sich Kleidung auf das Repräsentationsverständnis von Parlamentariern auswirkt. Dabei gehe es keinesfalls um Voyeurismus, sagt Arens. «In der Bevölkerung gibt es so etwas wie ein allgemeingültiges Bild, welches Auftreten für einen Politiker repräsentativ ist.»

Kleidung gebe nicht nur Auskunft über den persönlichen Geschmack, so Arens, sondern repräsentiere auch die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe. Im Fall der Bundespolitiker könnte man die Uniform wie folgt ­umschreiben: dunkler Anzug, schlichte Krawatte, dezente Anstecknadel. Die Heilige Dreifaltigkeit. Zu viel Eleganz wirkt da rasch verdächtig.

Ständerat kennt strengere Vorschriften

Analysiert wurden die offiziellen Profilfotos der Parlamentarier bei der Bundesversammlung; diese erscheinen auch vielfach in den Medien. Wie kommunizieren die männlichen Parlamentarier über Textilien? Die drei wichtigsten Erkenntnisse:

Frauen nicht unter der Lupe

Bleibt noch die Frage, warum eigentlich nur männliche Parlamentarier unter die Lupe genommen wurden. Wegen der «objektivierbaren Grössen», halten die Forscher fest. Ihre Kleidung hätte einfacher nach Kriterien wie Krawatten oder Hemden eingeteilt werden können.

Oder anders formuliert: Frauen, noch immer die Hauptträgerinnen von Mode, unterwerfen sich vermeintlich weniger oft den informellen oder formellen Normen des politischen Dresscodes. Ihre Kleiderwahl lässt sich deshalb auch nicht so leicht vermessen.

Sven Altermatt

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