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Bergrennen Hemberg: "Es muss knallen und dröhnen!"

Das 30. Bergrennen Hemberg, das 7. seit der Wiedereinführung, ging bei besten Wetterverhältnissen über die Bühne. Seit 2012 sind nicht mehr so viele Rennsportfans ins Neckertal gepilgert.
Michael Hug
62 Bilder

Schnelle Boliden am Bergrennen Hemberg

«Wir wollen verbranntes Benzin riechen, nicht surrende Elektromotoren!» So sagte es ein Fan am Samstag im Training zum 7. Bergrennen Hemberg. Was soll man nach Zürich fahren, wenn man am Hemberg stets grossartigen Motorsport auf einer noch grossartigeren Naturbühne erleben kann. Der Fan weiter: «Es muss knallen und dröhnen!» Es knallte öfters an den zwei Renn- und Trainingstagen, aber nicht an den Leitplanken, sondern aus den Auspuffen der aufgemotzten Boliden. Schwere oder spektakuläre Unfälle wie der eines 2-Millionen-Franken-Prototypen im letzten Jahr blieben dieses Jahr aus. «Ein paar Mal gab es Blechschaden, aber keiner der Rennfahrer wurde verletzt», sagte OK-Chef Christian Schmid.

Es «tätscht» im Training

Es sei jedes Jahr dasselbe zu beobachten, so Schmid weiter: «Im Training am Samstag tätscht es da und dort, dann haben die Fahrer die Strecke im Griff. Im Rennen am Sonntag geschieht dann nicht mehr viel, ausser dass natürlich um die schnellsten Zeiten gerungen wird.» Der Seriensieger der letzten Jahre, Marcel Steiner, brach auf seinem 3-Liter-Rennwagen LobArt LA01 mit 53,76 Sekunden den geltenden Streckenrekord und war damit Tagesschnellster sowie Sieger seiner Kategorie. 187 Rennfahrer, darunter 6 Frauen, bestritten das 30. Bergrennen Hemberg. 1968 fand das erste statt, dann gab es einen Unterbruch, und 2012 wurde es auf einer neuen Strecke wieder aufgenommen. Auf der neuen, kürzeren aber anspruchsvolleren Strecke war es nun das 7. Rennen. Der Anlass fand bei besten Wetterbedingungen statt. Weder Regen wie 2017 noch Gewitter wie 2016 störten das Renngeschehen. Das prächtige Wetter brachte zudem einen neuen Zuschauerrekord. 8000 Fans reisten am Wochenende ins Neckertal. Dies ist die zweithöchste Zahl seit jenem chaotischen Rennen bei der Wiederaufnahme 2012, als 11000 Zuschauende den Anlass an den Rand des Kollaps trieben. Doch mittlerweile zeigte sich die Organisationsleitung äusserst routiniert. Man habe die Probleme im Griff, so OK-Chef Schmid. Er kann auf zahlreiche freiwillige Helfer zählen, die meisten aus der Gemeinde Hemberg. Ein Einwohner meinte zudem: «Wahrscheinlich 99 Prozent aller Garagen- oder Hausvorplatzbesitzer stellen den Fahrern Platz zur Verfügung.» Das Dorf zeigt sich am Rennwochenende im Ausnahmezustand – doch es sei ein angenehmer Zustand, der Spass mache und Abwechslung bringe. Das Bergrennen Hemberg eröffnet jeweils die Rennsaison der Schweizer Meisterschaften. Das bedeutet, dass es für ambitionierte Fahrer Pflicht ist teilzunehmen. Zwischen den drei Rennläufen am Sonntag gibt es jeweils Show-Fahrten verschiedenster Fahrzeugtypen.

Hammond hat Schulden noch nicht beglichen

In einer dieser Showeinlagen verunfallte letztes Jahr ein Fahrer der englischen TV-Produktion «Top Gear». Der Unfall erzeugte im Nachgang viel Aufsehen in den internationalen Medien, und er sorgte dafür, dass das Stichwort «Hemberg» im Internet über 10 Millionen Mal angeklickt wurde. Die Kosten für die Erste Hilfe und die Entsorgung des geschrotteten Autos blieb Fahrer Richard Hammond dem Bergrennen Hemberg bis heute schuldig.

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