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RENDITE: AHV und IV machen Gewinn

Trotz weltweiter Krisen haben die Kapitalanlagen der Sozialversicherungern im vergangenen Jahr viel Geld verdient. Die Aussichten für die AHV sind trotzdem düster.

Die Finanzmärkte kannten im vergangenen Jahr nur eine Richtung: nach oben, nicht zuletzt dank den USA. Dies brachte auch den Ausgleichsfonds der Schweizer Sozialversicherungen AHV, IV und EO viel Geld ein.

Weil es sich um Rentengelder handelt, werden diese Milliarden zwar mit eher geringem Risiko angelegt. Der Aktienanteil beträgt vergleichsweise tiefe 25 Prozent. Diese reichten 2017 jedoch aus, um AHV, IV und EO eine gute Rendite von 7,11 Prozent einzubringen. Dies entspricht zwei Milliarden Franken.

Im Vorjahr lag die Rendite noch bei 3,9 Prozent. Das Vermögen konnte damit von 34,8 auf 36,8 Milliarden Franken gesteigert werden, wie Manuel Leuthold, Verwaltungsratspräsident von Compenswiss, vor den Medien ausführte. Compenswiss ist die Anstalt, welche die AHV/IV- und EO-Gelder im Auftrag des Bundes verwaltet.

Diese zwei Milliarden Anlagegewinn werden ausreichen, um auch in diesem Jahr das Defizit bei der AHV zu kompensieren. Wie gross das Loch ausfallen wird, ist noch nicht bekannt.

Ab 2024 wird Anlagevermögen angezapft. Mit dem Jahr 2017 ist Leuthold also zufrieden. «Leider ist dieses Jahr aber keine Basis für die Zukunft. So gut wird es an den Märkten nicht immer bleiben.» Jüngstes Beispiel ist der Börsencrash der vergangenen Tage, der viel Geld vernichtet hat. Auf die Anlagestrategie der Ausgleichsfonds hatte dieser Crash jedoch keine Auswirkungen. «Keine Panik, es wird wieder aufwärtsgehen.»

AHV-Vermögen 2030 aufgebraucht

Allerdings sind die Aussichten für die AHV derart düster, dass auch positive Marktstimmung und gute Rendite langfristig nicht helfen. Weil die Bevölkerung zunehmend altert, wird die Differenz zwischen Aufwand und Ertrag ­jedes Jahr grösser. Leuthold schätzt, dass das Anlagevermögen etwa ab 2024 angezapft werden muss, um liquide zu bleiben, also um Renten auszahlen zu können.

Voraussichtlich 2030 dürfte das gesamte Vermögen des AHV-Fonds dann aufgebraucht sein. Die Rentenreform 2020 hätte dieses Szenario zumindest hinausgezögert, wurde im September 2017 aber vom Volk abgelehnt. Politisch wolle und dürfe er sich nicht äussern, betonte Leuthold. Er hoffe aber sehr, dass möglichst bald eine Reform oder zumindest einzelne Massnahmen kommen, um die AHV zu retten.

Bis eine Lösung vorliegt, wird Compenswiss mit einer angepassten Anlagestrategie versuchen, die steile Abwärtskurve ­etwas flacher ausfallen zu lassen. Man werde aber trotzdem auf ­Sicherheit achten. (sda)

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