Ziehung vom Dienstag
Über 200 Millionen Franken: Den letzten Rekord-Jackpot von Euromillions gewann ein Schweizer

Am Dienstag kann bei Euromillions so viel gewonnen werden wie noch nie zuvor. Das letzte Mal, als der Jackpot annähernd so hoch war, gewann ein Schweizer.

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Am Dienstag wird sich zeigen, ob Jemand den höchsten Euromillions-Jackpot aller Zeiten knackt.

Am Dienstag wird sich zeigen, ob Jemand den höchsten Euromillions-Jackpot aller Zeiten knackt.

ZVG

Am Dienstag liegen 236 Millionen Franken im Euromillions-Jackpot. Das ist die grösste Summe, die jemals bei Euromillions ausgespielt wurde, wie Willy Mesmer, Pressesprecher von Swisslos gegenüber Blick bestätigte. Der Annahmeschluss für die Ziehung ist am Dienstag um 19.30 Uhr.

Gezogen werden die Gewinnzahlen – wenn alles nach Plan läuft – am Dienstag um 21 Uhr. Es müssen Spielscheine aus zehn Lotterien und neun verschiedenen Ländern in zwei europäische Rechenzentren eingespeist werden. Mehrere Schweizer Staatsangehörige konnten den Jackpot von Euromillions in der Vergangenheit bereits knacken.

Schweizer schreibt Lottogeschichte

In dieser illustren Runde mit dabei ist auch ein Rekordhalter: Am 26. Februar 2021 schrieb ein Schweizer Spieler Lottogeschichte. Als 19. Schweizer Glückspilz knackte er den Euromillions-Jackpot und strich die Rekordsumme von über 230 Millionen Schweizer Franken ein. Die Gewinnzahlen damals: 6, 12, 22, 29, 33, Sterne 6, 11.

Im Februar strich ein Schweizer die bisherige Rekord-Gewinnsumme bei Euromillions ein.

Im Februar strich ein Schweizer die bisherige Rekord-Gewinnsumme bei Euromillions ein.

Alessandro Crinari / Keystone

Der Glückspilz katapultierte sich damit auf einen Schlag unter die reichsten 300 Schweizer. Nach Abzug der Verrechnungssteuer blieben dem Gewinner noch immer 150 Millionen Franken. Doch wie gehen Schweizer Gewinnerinnen und Gewinner mit ihrem Reichtum um?

«Ich bekam am ganzen Körper Gänsehaut, konnte einen Moment lang gar nicht mehr denken und mein Herz raste.»

So oder ähnlich berichten fast alle Schweizer Gewinnerinnen und Gewinner von ihrem grossen Moment im Superlotto Euromillions. Es folgt – so will es der Stammtisch – ein Leben in Saus und Braus und irgendwann ist der ganze Reichtum weg. Richtig? Falsch!

Schwelgen mit Verstand

Schweizer Lottomillionäre sind im Schnitt etwa 55 Jahre alt und bewahren nach dem Haupttreffer in aller Regel einen kühlen Kopf. Swisslos weiss, dass über 80 Prozent der Befragten das Geld auf der Bank lassen und auf den grossen Konsum verzichten. Erkundigt man sich nach dem neuen Alltag, heisst es nicht selten: «Es ist schön, ohne Geldsorgen zu leben. Aber ich arbeite trotzdem ganz normal weiter.»

Wer sich dennoch Träume erfüllt, tut das gerne ganz klassisch. So investieren die Gewinnerinnen und Gewinner ihren Jackpot: Die einen renovieren das Heim ihrer Eltern, wiederum Andere gönnen sich das langersehnte Einfamilienhaus, buchen eine Traumreise mit der Familie oder leisten sich ein neues Auto. Fast ein Drittel der Schweizer Gewinnerinnen und Gewinner denken zudem ans Wohl ihrer Mitmenschen. Sie spenden einen Teil ihres Reichtums für wohltätige Zwecke.

«Gälled Sie, ich bliibe anonym»

Swisslos gibt die Namen von Grossgewinnern nicht bekannt. Den meisten ist das nur recht. Sie berichten kaum jemandem vom Gewinn. Selbst Verwandte oder Freunde werden selten informiert. Ganze 8 Prozent halten ihr Glück sogar komplett geheim und erzählen keiner Menschenseele vom Geldsegen. Motto: Geniessen? Ja gerne. Angeben? Nein danke.

Die europäische Lotterie Euromillions wird seit Oktober 2004 in der Schweiz angeboten. Die Ziehungen finden jeweils am Dienstag- und am Freitagabend statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus Belgien, Frankreich, Grossbritannien, Irland, Luxemburg, Österreich, Portugal, Spanien und der Schweiz. (hck/dpa/ots)

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