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Regula Rytz ist nicht alleine – auch diese Politiker scheiterten in den letzten 20 Jahren bei der Bundesratswahl

Die Grüne Regula Rytz scheiterte am Mittwoch bei der Bundesratswahl. Nur die SP war bereit, die Zauberformel neu auszulegen und die Kandidatur der Grünen zu unterstützen. Die Folge: 82 Stimmen reichten nicht. Die Bildergalerie zeigt eine Reihe von Politikerinnen und Politiker, die seit 2000 vergebens auf einen Sitz im Bundesrat hofften.

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11. Dezember 2019: Regula Rytz (Grüne) hat gegen Ignazio Cassis (FDP) keine Chance.
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6. Dezember 2000: Rita Fuhrer kandidierte für den Sitz des zurückgetretenen Adolf Ogi. Im ersten Wahlgang hatte sie noch am meisten Stimmen, unterlag aber im 6. Wahlgang klar. Gewählt wurde Samuel Schmid.
6. Dezember 2000: Die Grünen nominierten Cécile Bühlmann für die Nachfolge von Adolf Ogi. Sie erhielt im 1. Wahlgang 53 Stimmen und schied im 4. Wahlgang aus.
6. Dezember 2000: Ulrich Siegrist wäre für die SVP fast in den Bundesrat gewählt worden. Er schaffte es bis in den 6. Wahlgang, unterlag aber Samuel Schmid (83:121 Stimmen)
6. Dezember 2000: Christoffel Brändli (SVP) wollte ebenfalls nachfolger von Adolf Ogi werden. Er hatte aber keine Chance, er erzielte im ersten Wahlgang gerade mal 25 Stimmen.
6. Dezember 2000: Roland Eberle erzielte im ersten Wahlgang nur 15 Stimmen, schaffte es aber bis in den 5. Wahlgang, wo er mit 17 Stimmen rausflog.
30. September 2002: Als Nachfolgerin von Ruht Dreifuss wurde Micheline Calmy-Rey gewählt. Sie lag von Beginn weg vorne und wurde im 5. Wahlgang gewählt. Ebenfalls im Rennen: Toni Bortoluzzi (SVP).
30. September 2002: Ruth Lüthi war nebst Calmy-Rey von der SP nominiert worden.
30. September 2002: Kantonalvorstand der Tessiner SP nominierte die 44-jährige Präsidentin der Kantonsregierung Patrizia Pesenti als Nachfolgerin von Dreifuss. Sie unterlag im 5. Wahlgang gegen Calmy-Rey.
30. September 2002: Der Kandidat der SP Neuenburg, Ständerat Jean Studer, hatte keine Chance. Er holte im 1. Wahlgang nur 11 Stimmen.
27. April 2006: Doris Leuthard wird im ersten Wahlgang als Nachfolgerin von Joseph Deiss gewählt. Gescheitert sind: Chiara Simoneschi-Cortesi (29 Stimmen)...
...Lucrezia Meier-Schatz (28 Stimmen)...
...und Carlo Schmid (11 Stimmen).
12. November 2008: Für die Nachfolge von Samuel Schmid war auch Hansjörg Walter von der SVP nominiert worden. Er unterlag im 3. Wahlgang mit einer Stimme, gewählt wurde Ueli Maurer. Im 1. Wahlgang hatte auch Christoph Blocher noch 54 Stimmen erhalten.
16. September 2009: Als Nachfolger für Pascal Couchpin unterlag Christian Lüscher (FDP) gegen Didier Burkhalter (FDP).
16. September 2009: Urs Schwaller (CVP) unterlag erst im 4. Wahlgang mit 106 zu 129 Stimmen.
16. September 2009: Dick Marty (FDP) war Favorit unter den Linken. Er schied im 3. Wahlgang aus.
22. September 2010: Jean-François Rime (SVP) startete einen Angriff auf den Sitz von Moritz Leuenberger (SP), unterlag aber gegen Simonetta Sommaruga.
22. September 2010: Jacqueline Fehr (SP) war die zweite offizielle Kandidatin für den Sitz.
22. September 2010: Auch Hildegard Fässler (SP) gab ihre Kandidatur bekannt, erhielt im 1. Wahlgang aber lediglich 10 Stimmen.
14. Dezember 2011: Für die Nachfolge von Micheline Calmy-Rey wurde Alain Berset (SP) gewählt. Ebenfalls offizieller SP-Kandidat: Pierre-Yves Maillard.
14. Dezember 2011: Jean-François Rime (SVP) versuchte es erneut mit einer Kandidatur, scheiterte aber.
14. Dezember 2011: Marina Carobbio (SP) wurde im Vorfeld als Kandidatin genannt, aber nicht nominiert. Sie erhielt im 1. Wahlgang 10 Stimmen.
20. September 2017: Als Nachfolger von Didier Burkhalter schickte die FDP nebst Ignazio Cassis auch Pierre Maudet...
...und Isabelle Moret ins Rennen. Cassis machte das Rennen.
5. Dezember 2018: Als Nachfolgerin von Doris Leuthard (CVP) wurde Viola Amherd im 1. Wahlgang gewählt. Das Nachsehen hatte CVP-Regierungsrätin Heidi Z'graggen.
5. Dezember 2018: Im Kampf um die Nachfolge von Johann Schneider-Ammann (FDP) chancenlos war Hans Wicki. Karin Keller-Sutter wurde im 1. Wahlgang gewählt.

11. Dezember 2019: Regula Rytz (Grüne) hat gegen Ignazio Cassis (FDP) keine Chance.

Keystone

(sda) Die Überraschung ist ausgeblieben. Die Vereinigte Bundesversammlung hat am Mittwoch sämtliche Mitglieder des Bundesrats im Amt bestätigt. Kampfkandidatin Regula Rytz von den Grünen hatte keine Chance.

Die Grünen waren gegen die FDP angetreten, diese konnte ihre beiden Sitze jedoch problemlos verteidigen. Aussenminister Ignazio Cassis schaffte die Wiederwahl im ersten Wahlgang. Bei einem absoluten Mehr von 120 Stimmen kam er auf 145 Stimmen.

Herausforderin Rytz erreichte 82 Stimmen. SP und Grüne vereinen in der Bundesversammlung 83 Stimmen. Sollte Rytz wie angekündigt auch Stimmen aus der GLP erhalten haben, hat die SP nicht geschlossen für die Grüne Kandidatin gestimmt.

So wie Regula Rytz erging es Dutzenden von Politikerinnen und Politikern in der Geschichte der Bundesratswahl. Nicht alle wurden mit dem Ziel Bundesrat ins Rennen geschickt. Einige wurden lediglich aus taktischen Gründen aufgestellt, um andere zu verhindern. Die Bildergalerie zeigt die Kandidierenden seit 2000.