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Rega hilft durchschnittlich 29 Personen pro Tag

Exakt 15958 Einsätze für 10788 Patientinnen und Patienten flog die Rega im vergangenen Jahr. Es war ein Rekordjahr für die Luftrettung in der Schweiz. Allein die Rega half im Durchschnitt 29 Personen pro Tag und hatte alle 33 Minuten einen Einsatz.

Selbstverständlich spielt die demografische Entwicklung eine Rolle – aber nicht nur. Die Nachfrage nach Rega-Einsätzen ist insbesondere auch von den Wetterbedingungen und dem entsprechenden Freizeitverhalten der Bevölkerung abhängig. Weil der Februar und der Oktober des vergangenen Jahres beispielsweise überdurchschnittlich sonnig waren, stieg die Anzahl der Patienten­rettungen um über einen Viertel.

Erkrankungen sorgen für mehr Einsätze als Unfälle

Traditionellerweise ist die Rega nicht nur im In-, sondern auch im Ausland tätig. Zum einen werden Patienten mit medizinischen Problemen von der Rega-Basis in Dübendorf aus beraten, zum andern organisiert die Rega-Einsatzleitung auch Rücktransporte in die Schweiz. 2017 repatriierte die Rega insgesamt 1249 Patienten. 900 wurden mit einem der drei Ambulanzjets geflogen, in den restlichen Fällen war die Repatriierung mit einem Linienflugzeug möglich.

Nach wie vor sind Erkrankungen der häufigste Grund für den Einsatz eines Rettungshelikopters beziehungsweise eines Ambulanzjets. Zur Illustration: 44 Prozent der Einsätze flogen die Rega-Crews für Patienten mit einer schweren oder akuten Erkrankung wie zum Beispiel Schlaganfällen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Mit grossem Abstand folgten Einsätze, die auf Wintersport-, Arbeits- oder Verkehrsunfälle zurückzuführen waren. Noch ausgeprägter ist das Verhältnis beim Einsatz von Ambulanzjets: 61 Prozent der Patienten wurden aufgrund von Erkrankungen repatriiert.

Instrumentenflugrouten auf Zentrumsspitäler

Eine wichtige Rolle spielt die Rega auch bei der Anbindung peripherer Regionen an die Zentrumsspitäler mit hochspezialisierter Medizin. Ende 2017 erhielt die Rega die Bewilligung des Bundesamts für Zivilluftfahrt (Bazl), den Knotenpunkt des sogenannten Low Flight Network (LFN), eines schweizweiten Netzes von Instrumentenflugrouten, das Spitäler und Flugplätze miteinander verbindet, nutzen zu dürfen. Dies ermöglicht, die Knotenpunkte bei schlechter Sicht und fast rund um die Uhr anzufliegen. Seit Ende Jahr hat die Rega das Verfahren rund 180-mal eingesetzt. Dank der neuen Bewilligung konnten gut 70 Einsätze ausserhalb der Betriebszeiten von Skyguide beziehungsweise der entsprechenden Flugplatzinfrastruktur geflogen werden. Einsätze, die man ein Jahr zuvor wetterbedingt hätte absagen müssen.

Die Zahlen über die Rega-Spitallandungen sind eindrücklich: In St. Gallen wurden im vergangenen Jahr 902 Landungen registriert, in Luzern deren 495. Der direkte Instrumentenanflug zum Luzerner Kantonsspital befindet sich derzeit noch im Zulassungsverfahren beim Bazl. Um das Spital bei schlechter Sicht trotzdem anfliegen zu können, nutzen die Rega-Piloten das Instrumentenanflugverfahren für den nahen Flugplatz Emmen. (bbr)

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