Rechsteiner muss kämpfen

Margrit Kessler ist als Patientenschützerin landesweit bekannt. Trotzdem droht ihr die Abwahl als Nationalrätin. Den Grünliberalen dürfte zum Verhängnis werden, dass sie ohne «einträgliche» Listenverbindung dastehen.

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Margrit Kessler ist als Patientenschützerin landesweit bekannt. Trotzdem droht ihr die Abwahl als Nationalrätin. Den Grünliberalen dürfte zum Verhängnis werden, dass sie ohne «einträgliche» Listenverbindung dastehen. Das kommt nicht von ungefähr: Längst haben CVP, FDP und SVP Gelüste auf den wackligen GLP-Sitz entwickelt. Nutzniesserin dürfte am ehesten die FDP sein. Ein grösseres Sesselrücken ist darüber hinaus nicht zu erwarten; elf der zwölf bisherigen Nationalräte treten wieder an. Stellt sich der allseits prognostizierte Stimmenverlust der Grünen ein, muss sich auch die Wilerin Yvonne Gilli warm anziehen.

Begehrt wie noch nie in der Geschichte des Kantons sind die beiden Ständeratssitze. Neun Personen haben Ambitionen – und das, obwohl ein Sitz so gut wie vergeben ist: Karin Keller-Sutter (FDP) wird im ersten Wahlgang mit einem Glanzresultat bestätigt werden. Gewerkschaftspräsident Paul Rechsteiner (SP) muss sich auf einen zweiten Wahlgang einstellen. Seine schärfsten Konkurrenten sind Thomas Ammann (CVP) und Thomas Müller (SVP). (rw)

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