Im Schweizer Luftraum ging stundenlang nichts mehr.

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Reaktion
Aargauer Nationalrat Benjamin Giezendanner verlangt eine Aufklärung der Skyguide-Panne

Wegen einem technischen Problem bei der Flugsicherung Skyguide konnten in Zürich keine Flugzeuge mehr starten oder landen. Jetzt schaltet sich die Politik ein. Verkehrspolitiker wie der Aargauer Nationalrat Benjamin Giezendanner sprechen von einem inakzeptablen Debakel und verlangen eine lückenlose Aufklärung.

Sandra Havenith
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Rote Köpfe im Bundeshaus. Nach der Panne bei Skyguide will die Nationalrätliche Verkehrskommission der Flugsicherungsgesellschaft im Herbst einen Besuch abstatten. Bis dahin erwartet der Kommissionspräsident Jon Pult von der SP Antworten:

«Das ist ein sehr gravierende Vorgang, der eigentlich unter keinen Umständen dürfte passieren.»

«Wir werden uns einen Eindruck verschaffen und wenn es noch zu viele offenen Fragen gibt, werden wir politisch aktiv werden», meint er weiter. Schon jetzt muss Skyguide einen Bericht beim Bundesamt für Zivilluftfahrt abgeben. Ein Bericht reicht aber nicht, meint Benjamin Giezendanner von der Aargauer SP.

«Ein Bericht ist ja schön und gut, das soll jetzt alle beruhigen. Aber das kostet zwischen 20 und 30 Millionen.»

Giezendanner spricht von einem Debakel. Andere sehen das etwas entspannter. Christian Wasserfallen von der FDP meint, dass so etwas zwar eigentlich nicht passieren dürfe, aber wenn man ganz ehrlich sei, gäbe es eben auch mal einen Defekt. Pech oder doch ein Problem, das man hätte verhindern können? Die Verantwortlichen müssen jedenfalls über die Bücher.