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PRÄVENTION: Online-Sex-Check soll Infektionen verhindern

Die sexuell übertragbaren Infektionen nehmen weiter zu. Wie man sich besser vor den Geschlechtskrankheiten schützen kann, vermittelt nun ein Test auf der Love-Life-Webseite.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat gestern seine neuste Präventionskampagne vorgestellt. Die Botschaft «Safer Sex» bleibt zentral, doch seien die Regeln angepasst worden, sagte Simone Eigenmann, Leiterin der Sektion Prävention. Neu werden zwei Regeln vermittelt. Erstens: «Vaginalsex und Analsex mit Kondom.» Zweitens: «Und weil’s jede(r) anders liebt: Mach jetzt deinen persönlichen Safer-Sex-Check auf lovelife.ch.» Die erste Regel gilt für alle. Die zweite macht «Safer Sex» zu einer individuellen Angelegenheit. Wer mit dem Online-Tool den Check macht, beantwortet Fragen zum Alter, der Anzahl Sexualpartner und den Sexpraktiken und erhält zugeschnittene Informationen und Empfehlungen.

Die Kampagne unter dem Motto «Partner wechselt. Safer Sex bleibt.» dauert zwei Wochen und umfasst Plakate, einen Kurzfilm sowie Botschaften in Online-Medien und sozialen Netzwerken. Für die Kampagnen stehen zwei Millionen Franken im Jahr zur Verfügung. Eigenmann erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass eine HIV-Infektion Kosten von rund einer Million Franken verursache.

Falsche Sicherheitsvorstellungen

Zur bisherigen Botschaft gehörte die Regel «Kein Sperma und kein Blut in den Mund nehmen». Diese war für HIV entwickelt worden und fällt nun weg. Laut dem BAG löst sie eine falsche Sicherheitsvorstellung aus, weil Oralsex auch ohne Sperma oder Blut im Mund das Risiko einer Ansteckung mit einer sexuell übertragbaren Krankheit birgt. Der Safer-Sex-Check vermittelt dies. Zudem fällt der Hinweis weg, bei Symptomen im Genitalbereich zum Arzt zu gehen. Der Grund dafür ist, dass nicht bei jeder Ansteckung Symptome auftreten. Entscheidend für die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung seien wechselnde Sexualpartner. Deshalb wird neu Menschen mit wechselnden Sexualpartnern empfohlen, sich regelmässig beraten und testen zu lassen. Die Stagnation bei den HIV-Ansteckungen sei «ein kleiner Erfolg», sagte Daniel Koch, der Leiter der Abteilung übertragbare Krankheiten im BAG. Das Ziel seien aber sinkende Zahlen. Zudem nähmen die anderen sexuell übertragbaren Krankheiten weiterhin zu.

2016 wurden 542 HIV-Fälle verzeichnet. Die Zahl der Gonorrhoe-Fälle stieg um 20 Prozent auf 2270, jene der Syphilis-Fälle um 15 Prozent auf 733 und jene der Chlamydien-Infektionen um 8 Prozent auf 11013.

Ein Teil der Zunahme ist darauf zurückzuführen, dass mehr getestet wird und dass die Tests besser geworden sind. Es sei aber davon auszugehen, dass die Zunahme teilweise einen tatsächlichen Anstieg der Fallzahlen widerspiegle, sagte Koch. Wie hoch dieser Anteil ist, lässt sich nicht genau beziffern. Von Gonorrhoe, Syphilis und HIV sind Männer stärker betroffen – am stärksten Männer, die Sex mit Männern haben. Die Chlamydien-Infektionen treten häufiger bei Frauen auf. (sda)

www.lovelife.ch

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