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Präsident der Lombardei auf Goodwill-Tour im Tessin

Nach der Annahme der kantonalen Volksinitiative zum Inländer-Vorrang hatte der Präsident der Region Lombardei Roberto Maroni Marini ausgerufen – nach dem gestrigen Treffen mit dem Tessiner Regierungspräsidenten Paolo Beltraminelli spuckte er leisere Töne.

Nach der Annahme der kantonalen Volksinitiative zum Inländer-Vorrang hatte der Präsident der Region Lombardei Roberto Maroni Marini ausgerufen – nach dem gestrigen Treffen mit dem Tessiner Regierungspräsidenten Paolo Beltraminelli spuckte er leisere Töne. «Ich habe verstanden, dass diese Initiative keine unmittelbaren Konsequenzen für die Arbeitskräfte aus der Lombardei hat», sagte Maroni. Die Region Lombardei werde aber genau verfolgen, wie die Umsetzung aussehen werde. Eine allfällige Diskriminierung von Italienern könne aber nicht akzeptiert werden. Regierungspräsident Beltraminelli erklärte, es gehe darum, dass einheimische Arbeitskräfte nicht durch billigere Arbeitskräfte aus dem Ausland ersetzt würden.

Die Umsetzung sorgt indes für einiges Kopfzerbrechen. Ein Treffen der Kantonsregierung mit den Fraktionschefs im Grossen Rat wurde Anfang Woche nach nur einer Stunde ergebnislos abgebrochen. Zwei Vorschläge lagen auf dem Tisch: Die Bildung einer Arbeitsgruppe mit Politikern und externen Fachleuten oder eine rein parlamentarische Kommission. Der Ratspräsident Fabio Badasci hat nun entschieden, dem Tessiner Parlament den Beschluss über das weitere Vorgehen anlässlich der November-Session zu überlassen. (lob)

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