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Post-Chefin Ruoff klammert sich an ihren Sessel

Postauto-AffäreIm Zusammenhang mit den gesetzeswidrigen Buchhaltungstricks der Postauto AG hat sich gestern Post-Chefin Susanne Ruoff erstmals ausführlich zu Wort gemeldet. In einem Interview räumte sie zwar Fehler ein, doch: «Ich trete nicht zurück», sagte Ruoff dem «Sonntags-Blick» klar. Sie wolle Klarheit schaffen. «Ich habe weder gelogen noch sonst etwas Falsches getan.» Ruoff sprach sich für eine lückenlose Aufklärung aus. Die Ergebnisse der Untersuchung sollen bis Mitte Jahr vorliegen. Ruoff hat laut eigenen Angaben vergangenen November von den Praktiken bei Postauto erfahren, die der Post-Tochter unrechtmässige Subventionen von mindestens 78 Millionen Franken eingetragen haben. Ruoff sagte, sie sei vom Direktor des Bundesamts für Verkehr (BAV) über fiktive Rechnungen und Verbuchungen informiert worden und habe umgehend eine Taskforce gebildet. Vorwürfe, sie habe seit mindestens 2013 von Buchhaltungstricks gewusst und mit dem Management eruiert, wie die Post Gewinne verstecken könne, wies die Konzernchefin erneut zurück. Ruoff räumte aber ein, sie hätte sich schneller und tiefer mit den Themen rund um die Gewinne bei Postauto beschäftigen sollen.

Meinungen über Ruoff gehen auseinander

Ruoff sagte im Interview weiter, sie habe das Vertrauen und den Rückhalt von Post-Verwaltungsratspräsident Urs Schwaller, der die Untersuchung leitet. Rückendeckung erhält Ruoff auch vom obersten Aufseher des Bundes: BAV-Direktor Peter Füglistaler warnte vor voreiligen Schuldzuweisungen. Es sei gefährlich, die Aufklärung so stark zu personifizieren, sagte er im Schweizer Radio. Ruoff sei erst Ende 2012 zur Post gekommen, die Buchhaltungstricks hätten aber bereits 2007 begonnen, sagte Füglistaler. Wirtschaftsrechtsexpertin Monika Roth geht dagegen hart ins Gericht mit Ruoff. «Sie ist nicht mehr tragbar, weil sie bis heute nicht wahrhaben will, was ihre Pflichten gewesen wären», sagte Roth der «Ostschweiz am Sonntag» und der «Zentralschweiz am Sonntag». (sda)

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