Polizeidirektor muss in der Krawalldebatte schweigen

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Redezeit Die Sonderdebatte im Berner Stadtparlament zu den Krawallen der letzten Tage ist mit einem Eklat zu Ende gegangen: Sicherheitsdirektor Reto Nause (CVP) durfte sich nicht zu den Polizeieinsätzen äussern. Stadtratspräsident Christoph Zimmerli (FDP) verwies zur Begründung auf das Geschäftsreglement. Bei «Diskussion zu einem aktuellen Thema» dürften die Mitglieder der Stadtregierung nur insgesamt zehn Minuten sprechen. Weil der grüne Stadtpräsident Alec von Graffenried bereits die ganze Redezeit beansprucht hatte, durfte Nause nicht mehr zum Parlament sprechen. In der Debatte verurteilten Sprecher aller Parteien die Krawalle. Eine weitergehende Einigkeit gab es allerdings nicht. Die SVP zieht aus den Gewaltexzessen vor allem den Schluss, dass die Reitschule geschlossen werden muss. Anders sah das die Ratslinke. Die Reitschule sei selber Opfer, wenn sie von gewalttätigen Demonstranten missbraucht werde. (sda)