Verdächtiger Gegenstand vom Bundesplatz entpuppt sich als Geschenk

Wegen eines verdächtigen Gegenstands hat die Berner Kantonspolizei am Freitagabend den Bundesplatz während etwa zwei Stunden abgesperrt. Das Objekt erwies sich schliesslich als ungefährlich. Wahrscheinlich war es als Geschenk gedacht.

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Die Kantonspolizei sperrte den Bundesplatz. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)

Die Kantonspolizei sperrte den Bundesplatz. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)

(sda) Wie Polizei-Mediensprecher Christoph Gnägi auf Anfrage sagte, hatten Polizisten etwas vor acht Uhr das verdächtige Objekt entdeckt. In der Folge wurde der Bundesplatz komplett abgesperrt, inklusive Zugänge.

Im Gang war zu dieser Zeit der zweite Berner «Santarun», ein vor einem Jahr erstmals durchgeführter Plauschlauf durch die Berner Innenstadt. Ein Team um den ehemaligen Berner Spitzen-Leichtathleten Markus Ryffel hatte diesen Lauf 2017 in Bern lanciert.

In anderen Ländern gibt es diesen Lauf schon länger. Dabei rennen als Samichläuse verkleidete Läuferinnen und Läufer auf einer abgesperrten Strecke durch die Stadt. Der Lauf konnte trotz des verdächtigen Objekts stattfinden, doch wurde das Ziel verschoben.

Als Geschenk gedacht

Am späteren Abend gab die Polizei via Twitter Entwarnung. In der Nacht teilte sie mit, dass es sich bei dem Gegenstand um ein verdächtiges Paket gehandelt habe, das niemandem zugeordnet werden konnte. Offensichtlich sei es bewusst vor dem Bundeshaus deponiert worden.

Zur Untersuchung des Pakets bot die Polizei ihre Spezialisten auf. Dabei stellte sich heraus, dass sich darin Dokumente und Lebensmittel befanden, wie Polizeisprecher Gnägi am Samstag Informationen der Onlineplattformen der Tamedia-Zeitungen bestätigte.

Das Paket war an mehrere Politiker adressiert, die im Bundeshaus ein- und ausgehen. «Wir gehen davon aus, dass das Paket als Geschenk gedacht war», so Gnägi.