Politiker als Mauerblümchen

Kunterbund

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Falls IgnazioCassis das Gefühl gehabt haben sollte, dass im Bundesrat ausschliesslich die grossen Linien gezogen werden, hat ihn die Landesregierung gestern eines Besseren belehrt. Noch in alter Zusammensetzung hat sie den Bericht «Rückführung von verbrauchten Polyethylen-Folien in die Wiederverwertung» verabschiedet. (bär)

Die Bundesratswahl hat für viele Parlamentarier eine unangenehme Seite: Das Bundeshaus ist voller Journalisten, doch diese interessieren sich vor allem für den Gewählten. Die anderen Politiker erhalten kaum Aufmerksamkeit. Der Berner SP-Nationalrat CorradoPardini wusste sich zu helfen: Er schnappte sich kurzerhand ein Mikrofon des Westschweizer Radios und Fernsehens RTS und befragte seinen Parteikollegen EricNussbaumer zur Wahl. Einziges Manko: Zuhören wollte ihnen niemand. (mjb)

Die FDP hat Glück: Mit IgnazioCassis hat sie einen neuen Bundesrat, dessen Name einigermassen einfach zu schreiben ist. Bei ihrem langjährigen Magistraten Johann Schneider-Ammann tut sich die Partei immer noch schwer: In einer FDP-Medienmitteilung war gestern konsequent von «Schneider-Amman» die Rede. Wie das bei Namen wie Isabelle Moret oder Pierre Maudet herausgekommen wäre, mag man sich gar nicht vorstellen. (mjb)