Poet Burkhalter

Herausgepickt

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Bundesrat Nun ist klar, was Didier Burkhalter meinte, als er im Sommer sagte, er habe «das Bedürfnis verspürt, etwas anderes zu machen»: Er hat ein Buch ­geschrieben. Altbundesrätliche Publikationen sind an sich nichts Spezielles. Bei Burkhalter aber überrascht das Tempo. Keinen Monat ist es her, seit er per Ende Oktober aus dem Amt geschieden ist. Ruth Metzler hat für ihr berühmt-berüchtigtes Werk «Grissini und Alpenbitter» immerhin ein halbes Jahr gewartet. Burkhalters Buch erscheint am 10. Dezember. Wobei man dem Neuenburger zugute halten muss, das Ende seiner Amtszeit überhaupt abgewartet zu haben. Moritz Leuenberger hat in seiner Amtszeit gleich drei Bücher veröffentlicht.

Der Neuenburger Zeitung «L’Express» sagte Burkhalter gestern: «Seit dem 1. November hatte ich das Bedürfnis, zu schreiben, als ob ein Fluss, der zuvor zu stark kanalisiert war, endlich frei wurde, seinen Weg zu wählen.» Das Buch «Enfance de Terre» (Kindheit der Erde) ist eine Sammlung von Erzählungen über die Kindheit auf allen fünf Kontinenten, zu denen Burkhalter bei seinen Reisen als Aussenminister inspiriert worden sei, sagte sein Verleger Michel Morat der Nachrichtenagentur SDA. (dlw)