Plattform stoppt Crowdfunding für «No Billag»

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Initiative Die Gründer und die Geschäftsleitung der Plattform WeMakeit.ch haben sich entschlossen, die auf ihrer Internetseite aufgeschaltete Crowdfunding-Kampagne für die Volksinitiative «No Billag» zu beenden. Zur Begründung heisst es, «infolge einer äusserst kurzen Einreichefrist» habe die Kampagne «leider nicht rechtzeitig geprüft» werden können, wofür man sich entschuldige. Nachdem diese Prüfung nun offenbar erfolgt ist, lässt WeMakeit verlauten, man halte «die extreme Stossrichtung der Initiative für staatspolitisch gefährlich» und werde «dieser auf keinen Fall eine Plattform bieten». Auch bei WeMakeit sei man nicht mit jedem Fernsehprogramm, jeder Radiosendung und jeder Website unter dem Dach der SRG zufrieden, heisst es weiter. «Eine vollständige Privatisierung als Folge der Umsetzung der Initiative würde aber zu einem medialen Einheitsbrei führen, den sich niemand ernsthaft wünschen kann.»

WeMakeit wird bereits erfolgte Zahlungen «vollständig zurückerstatten». Auf Nachfrage hin erklärt Johannes Gees von WeMakeit, dass die Plattform «ein Privatunternehmen mit einer eigenen Meinung» sei und man in diesem Fall das zur Diskussion stehende Anliegen «als Staatsbürger» nicht teilen könne. Olivier Kessler vom Verein No Billag nennt den Entscheid der Plattform «einen Akt der Willkür» sowie «einen Affront gegenüber den rund 170 Personen, die bereits gespendet» hätten. «Von einer Schweizer Firma hätten wir ein besseres Verständnis für die Funktionsweise der direkten Demokratie erwartet», sagt Kessler. Schliesslich hätten über 112000 Stimmbürger die Initiative unterzeichnet, und die Bundeskanzlei habe sie geprüft und für gültig befunden. Man suche jetzt «nach einer anderen technischen Lösung für unser Crowd-funding», so Kessler. (cla.)