«Parmelin bringt uns in der Romandie vier Prozent»

SVP-Präsident Toni Brunner bedankt sich bei Mitte-Links für die Wahl des Waadtländer Guy Parmelin in den Bundesrat. Damit habe man der Partei einen Landesvater geschenkt.

Eva Novak/Sermîn Fakî
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Toni Brunner sieht im neuen Bundesrat Guy Parmelin ein Stimmenmagnet für die SVP. (Bild: Michel Canonica)

Toni Brunner sieht im neuen Bundesrat Guy Parmelin ein Stimmenmagnet für die SVP. (Bild: Michel Canonica)

Herr Brunner, sind Sie zufrieden mit dem Ausgang der Bundesratswahlen?

Toni Brunner: Unser Ziel haben wir erreicht. Wir haben zwei eigene Bundesräte, die Konkordanz ist wieder hergestellt. Es war insofern ein epochaler Entscheid, weil damit eine neue Ära mit dauerhaft mindestens zwei SVP-Bundesräten begonnen hat.

Werden Sie jetzt aufhören, ständig zu trötzeln und mit Referenden zu drohen?

Brunner: Was soll das heissen, aufhören zu trötzeln? Demokratie ist der Wettbewerb der Meinungen. Namentlich in der Europa- und der Migrationspolitik haben wir nun mal eine andere Meinung als die anderen Parteien. Aber diese Positionen werden von der Bevölkerung mitgetragen und darum wurden wir bei den Parlamentswahlen und jetzt auch in der Regierung gestärkt.

In der Konkordanz geht es aber nicht darum, dass sich der Stärkere durchsetzt, sondern um die Fähigkeit zum Kompromiss.

Brunner: Nehmen wir ein aktuelles Beispiel: Wir sammeln Unterschriften für das Asylreferendum. So wie Sie argumentieren, müssten wir diese Sammlung sofort einstellen, ebenso wie sämtliche anderen Aktivitäten, in denen wir Volksrechte nutzen, um unsere Positionen durchzusetzen. Dürfen wir uns nicht mehr positionieren, nur, weil wir einen zweiten Bundesrat haben?

Mehr zum Thema in der Ostschweiz am Sonntag vom 13. Dezember.

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