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Kommentar

Vaterschaftsurlaub: Jetzt ist das Parlament gefordert

Der Bundesrat will von einem Vaterschaftsurlaub weiter nichts wissen. Er lehnt eine Initiative ab, die vier Wochen Ferien für frisch gebackene Väter verlangt.
Dominic Wirth
Dominic Wirth, Inlandredaktor (Bild: Urs Bucher)

Dominic Wirth, Inlandredaktor (Bild: Urs Bucher)

Dem Bundesrat ist sie nicht einmal einen Gegenvorschlag wert. Und das, obwohl die Schweiz derzeit im internationalen Vergleich meilenweit hinterherhinkt. Nur einen Tag haben Väter nach der Geburt hierzulande meist frei. Die Initianten wollen das ändern, und sie liegen im Kern richtig. Es muss sich etwas tun, denn die heutige Rechtslage begünstigt eine Rollenverteilung, die für viele überholt ist: Die Frau sorgt für das Kind, der Mann für das Einkommen. Daran ändert auch die verhaltene Krippenoffensive, mit der die Regierung ihr Nein zum Vaterschaftsurlaub zum Teil begründet, nichts. Die Wirtschaft wird sich freuen über den Entscheid.

Sie argumentiert, dass ein Vaterschaftsurlaub zu teuer sei – und dass sie diese Angelegenheit lieber selber mit ihren Angestellten regle. In der Tat gewähren manche Firmen und öffentliche Verwaltungen schon heute einen längeren Vaterschaftsurlaub. Das ist schön und gut, und Firmen sollen sich so auch am Arbeitsmarkt profilieren können. Doch es braucht für alle Arbeitnehmer einen gesetzlichen Minimalanspruch. Nun ist das Parlament gefordert. Ideen, wie ein Gegenvorschlag aussehen könnte, kursieren dort viele.

Gefragt ist eine innovative Lösung, eine innovativere und flexiblere, als es die in der Initiative geforderten 20 Tage Papizeit im Jahr nach der Geburt sind. Junge Eltern brauchen mehr gemeinsame Zeit als heute, und das darf etwas kosten. Diese Zeit sollen die Eltern flexibel einsetzen können, um ihr Leben neu zu organisieren – frei von allen Denk- und Rollenmustern.

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