Pakistan ärgert sich über Plakate in Genf

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Diplomatie Werbeplakate in Genf mit der Aufschrift «Free Baluchistan» («Befreit Belutschistan) führen zu diplomatischen Spannungen zwischen der Schweiz und Pakistan. Islamabad hat offenbar den Schweizer Botschafter einberufen und fordert die Entfernung der Plakate. Diese sind seit rund einer Woche unweit des Sitzes der Vereinten Nationen sowie auf den Bussen des öffentlichen Verkehrs zu sehen. Belutschistan ist eine an Iran und Afghanistan grenzende Provinz in Pakistan. Die Plakate wurden vom Think Tank «Baluchistan House» unterzeichnet. Aus Sicht der Regierung in Islamabad ist diese Gruppe mit der Befreiungsarmee von Belutschistan verbunden, die die Unabhängigkeit der Provinz fordert. Die Regierung Pakistan erachtet sie als Terrorgruppe. Laut der pakistanischen, englischsprachigen Zeitung «Dawn», hatte der UNO-Botschafter Pakistans, Farukh Amil, die Schweizer Behörden in einem Schreiben dazu aufgefordert, gegen die Plakate aktiv zu werden. Das EDA bestätigte dies. Das Departement habe ihm aber die Rechtssituation in der Schweiz erklärt, darunter das Recht auf freie Meinungsäusserung. Das EDA fügte an, dass es nicht in seiner Kompetenz läge, über das Entfernen von Plakaten zu entscheiden. (sda)