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Oldtimer-Flugzeug verliert fast den Propeller

Das war knapp: Wegen einem Riss in der Antriebswelle ist ein alter Militärflieger haarscharf einer Notlandung entgangen. Der Pilot kam mit dem Schrecken davon.
Stefanie Geske

Laut neusten Erkenntnissen der Untersuchungsstelle des Bundes ist der Oldtimer-Oberdecker des Typs Dewoitine D26 mit der Immatrikulation HB-RAG am 1. September 2018 in Thun nur knapp einer Katastrophe entkommen.

Der Pilot stellte gemäss neustem Sust-Bericht nach dem Start unübliche Vibrationen am Flugzeug fest. Die Leistung sei daraufhin sofort verringert worden. Der Pilot konnte das Flugzeug glücklicherweise ohne weitere Vorkommnisse auf der Graspiste des Flughafen Thun sicher landen. Doch was war geschehen? Woher kamen die Vibrationen?

Rostige Kurbelwelle abgebrochen

Ein Blick in den Motorraum brachte Licht ins Dunkel: An der Kurbelwelle war ein tiefer, korrodierter Riss zu sehen. Dieser kam erst nach der Entfernung des Propellers zum Vorschein.

Tiefer, korrodierter Riss an der Kurbelwelle unterhalb des Propellers. (Bild: SUST)

Tiefer, korrodierter Riss an der Kurbelwelle unterhalb des Propellers. (Bild: SUST)

Bei der weiteren Demontage sei an der Riss-Stelle gar die Kurbelwelle abgebrochen, heisst es im Bericht weiter.

Die Bruchstelle nach der weiteren Demontage. (Bild: SUST)

Die Bruchstelle nach der weiteren Demontage. (Bild: SUST)

Triebwerkausfall hätte zur Notlandung geführt

Der Pilot hatte Glück im Unglück: Indem er nach dem Start die Motorleistung aufgrund der Vibrationen umgehend verringerte und sofort wieder zur Landung ansetzte, handelte er gemäss Sust sicherheitsbewusst. Grund: Die Wahrscheinlichkeit eines Triebwerkausfalls sei aufgrund der stark vorgeschädigten Kurbelwelle hoch und eine Notlandung unausweichlich gewesen. Wie diese ausgesehen hätte, möchten wir uns lieber nicht vorstellen.

Hier seht ihr den fliegenden Oldtimer in Aktion:

Der Gedanke an einen möglichen Absturz erinnert sofort an die Flug-Katastrophe der «Tante Ju» vom 04. August 2018. Damals war das Oldtimer-Flugzeug der Nostalgie-Marke Junkers Ju-52 beim Piz Segnas in Graubünden auf 2540 Metern über Meer zerschellt. Alle 17 Passagiere und die drei Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Der Absturz der Tante Ju ist das schwerste Unglück in der Geschichte der Schweizer Luftfahrt seit dem Absturz einer Crossair-Maschine 2001. Warum die 79-jährige Ju-52 HB-HOT abstürzte, ist noch immer unklar und wird von der Sust untersucht.

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