Ohne Kohlendioxid ginge die Vegetation ein

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«Notoperation für den Planeten», Ausgabe vom 27. August Da sollen doch tatsächlich mit 6700 Jets täglich während 160 Jahren fünf Milliarden Tonnen Kohlendioxid pro Jahr aus der Luft gefischt werden. Kohlendioxid (CO2) ist ein Bestandteil der Luft. Es ist ungiftig, geschmacks-, geruchs- und farblos. Auf 2500 Luftteile fällt gerade einmal ein CO2-Teil. Zudem ist es 50 Prozent schwerer als Luft. Es ist der «Sauerstoff» der Pflanzen. Würde das CO2 aus der Luft gefischt, ginge innerhalb weniger Tage die gesamte Vegetation der Erde ein. Die Erde ist kein Treibhaus. Sie ist nach oben offen. Es gibt in der Atmosphäre keine Schicht, ab der es oberhalb merklich kühler ist als unterhalb. Klimaerwärmung wird gerne mit Klimawandel verwechselt. Seit 1998 erwärmt sich die Erde aber nicht mehr. Trotzdem findet der Klimawandel statt. Um das Jahr Null bevölkerten die Wikinger Grönland und betrieben Viehwirtschaft. Erst später kam das Eis. Jetzt schmilzt es wieder. Zum Vorschein kommen die ehemaligen Gräber und Brunnenanlagen. Das Eis der schmelzenden Gletscher stammt nicht von der letzten Eiszeit. Die wärmste Zeit seit der letzten Eiszeit war zwischen den Jahren 0 bis etwa 1500. Die Alpen waren zeitweise eisfrei – Weinreben wurden sogar in Südnorwegen und England angepflanzt. Unter den schmelzenden Gletschern kommen deren Wurzelreste nun zum Vorschein. Die Baumgrenze lag rund 200 Meter höher als heute. Dies alles fand ohne die Einwirkung des Menschen statt. Seit der letzten Eiszeit war es während 8700 Jahren wärmer und nur während 1300 Jahren kälter als heute. Wenn Sie glauben, der Schreiber dieser Zeilen sei total verrückt, verstehe ich das. Das kommt von der teilweise abstrusen Berichterstattung über dieses Thema. Nehmen Sie sich die Mühe und nutzen das Internet. Sie werden staunen, was Sie zu diesem Thema sonst noch Verblüffendes finden, und zwar ausschliesslich von Wissenschaftlern.

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