Noch immer kein Männerhaus in der Region

Unter den Männern, die beim «Zwüschehalt» Beratung suchen, sind laut Oliver Hunziker, Präsident des Männerhauses im Aargau, auch viele Ostschweizer. Vorübergehend ins Männerhaus zu ziehen komme für sie aber kaum je in Frage, weil es schlicht zu weit weg sei.

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Unter den Männern, die beim «Zwüschehalt» Beratung suchen, sind laut Oliver Hunziker, Präsident des Männerhauses im Aargau, auch viele Ostschweizer. Vorübergehend ins Männerhaus zu ziehen komme für sie aber kaum je in Frage, weil es schlicht zu weit weg sei. Schon seit längerem versuche man daher, in der Region Ostschweiz ein zweites Männerhaus zu eröffnen. Wenn da nicht die Finanzen wären. Das Männerhaus «Zwüschehalt» wird von einem Verein getragen und überlebt dank der Unterstützung der Landeskirchen. «Es ist für unser Haus schwer genug, daher kam eine Expansion lange nicht in Frage», so Hunziker. Zwischen «Zwüschehalt» und dem «Forum Mann», dem früheren «Mannebüro Ostschweiz», hat es schon Gespräche gegeben. Das Konzept für ein Ostschweizer Männerhaus liegt seit mehreren Jahren fertig in der Schublade, doch auch hier fehlt das Geld. Ostschweizer, die von ihren Partnerinnen Gewalt erleben, erhalten heute bei der Opferhilfe der Kantone Unterstützung. Pro Jahr werden bis zu 50 Männer wegen häuslicher Gewalt beraten. (kaf)