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Neun Pillen täglich für Heimbewohner

Medizin Bewohner von Schweizer Pflegeheimen erhalten laut einer Studie der Universität Basel und des Universitätsspitals Basel im Durchschnitt 9,3 Medikamente gleichzeitig pro Tag. Denn oft leiden sie an mehreren chronischen Erkrankungen gleichzeitig. Doch der Medikamentencocktail berge Gefahren und sei nicht ­immer der richtige Weg in der Altersmedizin, warnen die Wissenschafter. Gerade bei älteren Menschen sei die Mehrfach-Medikation mit einem erhöhten Risiko für unerwünschte Arzneimittelwirkungen sowie für Spitalaufenthalte verbunden. Auch steige das Sterberisiko. Ältere Menschen bauen die Wirkstoffe im Körper langsamer ab. Die Wirkstoffe können «im Körper akkumulieren und somit zu dosisabhängigen Nebenwirkungen und Intoxikationen führen». Die Nebenwirkungen können zudem als neues Symptom fehlinterpretiert werden. Die Folge: Weitere Medikamente würden verschrieben. Es entstehe eine sogenannte Verschreibungskaskade.

Die Forscher haben für ihre Studie anonymisierte Abrechnungen der Krankenkasse Helsana vom 1. April 2016 bis zum 30. Juni 2016 hochgerechnet. Sie verglichen den Konsum von krankenkassenpflichtigen Medikamenten der Pflegeheim­bewohner mit jenem der über 65-Jährigen, die zu Hause lebten. Letztere nahmen im Durchschnitt vier Arzneimittel weniger pro Tag ein. (sda)

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