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NDB-Spione im deutschen Visier

Spionageaffäre Die Affäre um den mutmasslichen Schweizer Spion Daniel M. ist noch nicht ausgestanden – im Gegenteil: Sie erreicht einen neuen Höhepunkt. Gemäss Informationen der «Süddeutschen Zeitung» ermittelt die Karlsruher Bundesanwaltschaft gegen drei Mitarbeiter des Nachrichtendiensts des Bundes (NDB) wegen des Verdachts der geheimdienstlichen Tätigkeit, also der Spionage gegen Deutschland. Der Generalbundesanwalt wollte den Sachverhalt weder bestätigen noch dementieren. Die «Süddeutsche Zeitung» beruft sich auf eine nicht näher genannte, «verlässliche» Quelle. Ermittlungen gegen den Nachrichtendienst eines befreundeten Staates seien in Deutschland ein ungewöhnlicher Vorgang, heisst es in dem Bericht. Obwohl die deutsche Bundesregierung traditionell grossen Wert auf gute Beziehungen zur Schweiz legt und bei der Karlsruher Bundesanwaltschaft einen Ermittlungsstopp hätte ­beantragen können, verzichtete Berlin gemäss der Zeitung auf eine solche Einmischung. (red)

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