Nationalrat hält an Raucherbeizen fest

bern. Der Streit um die Raucherbeizen geht weiter. Der Nationalrat hält im Gesetz zum Schutz vor Passivrauchen an der Möglichkeit fest, dass kleine Lokale eine Ausnahmebewilligung erhalten. Der Entscheid fiel hauchdünn, nämlich mit 89 zu 88 Stimmen.

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bern. Der Streit um die Raucherbeizen geht weiter. Der Nationalrat hält im Gesetz zum Schutz vor Passivrauchen an der Möglichkeit fest, dass kleine Lokale eine Ausnahmebewilligung erhalten. Der Entscheid fiel hauchdünn, nämlich mit 89 zu 88 Stimmen. SVP und FDP sprachen sich «für Unternehmertum und persönliche Freiheit» aus, die Linke stimmte gegen Ausnahmen.

Der Grundsatz ist klar: In der Schweiz soll künftig in Restaurationsbetrieben nur noch in abgetrennten Fumoirs geraucht werden. Diese dürfen bedient werden, sofern dies im Arbeitsvertrag der Serviceangestellten festgehalten wurde. Der Nationalrat fürchtet bei diesen Bestimmungen aber um die kleineren Betriebe.

Diese würden verschwinden, warnte Toni Bortoluzzi (SVP/ZH). Er plädierte für etwas mehr Gelassenheit und weniger Staat. Gewerbeverbandspräsident Edi Engelberger (FDP/NW) wusste von massiven Umsatzeinbussen der kleineren Beizen in den Kantonen, die bereits heute über restriktive Rauchverbote verfügen.

Die Gegner von Ausnahmebewilligungen, etwa Jacqueline Fehr (SP/ZH), argumentierten damit, in der Krebsvorsorge dürfe es keine Placebos geben. (ap)

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