Nachrichtendienst prüft Gefährdungspotenzial

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat gedroht, als Flüchtlinge getarnte Jihadisten nach Europa zu schleusen. Der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) hat derzeit jedoch keine Hinweise auf derartige Fälle. Dies sagte der Chef des Nachrichtendienstes, Markus Seiler, gestern vor den Medien.

Merken
Drucken
Teilen

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat gedroht, als Flüchtlinge getarnte Jihadisten nach Europa zu schleusen. Der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) hat derzeit jedoch keine Hinweise auf derartige Fälle. Dies sagte der Chef des Nachrichtendienstes, Markus Seiler, gestern vor den Medien. Der NDB prüft aber Asyldossiers von Personen, die aus Konfliktgebieten stammen, insbesondere aus Syrien. Welche Herkunftsländer sich sonst noch auf der Liste befinden, verrät der NDB nicht. Der Nachrichtendienst gleicht die Asyldossiers mit seinen Datenbanken ab. Wenn jedoch Asylsuchende ihre Identität nicht preisgeben, ist auch eine Überprüfung ihres Gefährdungspotenzials unmöglich. Ein Restrisiko lässt sich also nicht ausschliessen, wie der Bundesrat neulich in einer Antwort auf einen Vorstoss festhielt. Wer in der Schweiz Schutz gefunden hat und sich Jihadisten anschliesst, verliert seinen Asylstatus. Die Schweiz entzog diesen zum Beispiel einem Jugendlichen, der sich der Terrororganisation Al Shabaab in Somalia angeschlossen hatte. (kä)