NACHGEFRAGT

«Die Anpassungen kosten etwas» Der Nationalrat hat den Zahlungsrahmen für die Landwirtschaft um 160 Millionen aufgestockt. Mit 88 zu 85 Stimmen hat er einen Antrag von Markus Hausammann (SVP/TG) gutgeheissen.

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Markus Hausammann Nationalrat SVP/TG (Bild: Quelle)

Markus Hausammann Nationalrat SVP/TG (Bild: Quelle)

«Die Anpassungen kosten etwas»

Der Nationalrat hat den Zahlungsrahmen für die Landwirtschaft um 160 Millionen aufgestockt. Mit 88 zu 85 Stimmen hat er einen Antrag von Markus Hausammann (SVP/TG) gutgeheissen.

Herr Hausammann, wieso braucht die Landwirtschaft mehr Geld?

Jede Agrarreform hat Veränderungen zur Folge. Dieses Mal wahrscheinlich noch grössere als in der Vergangenheit. Die entsprechenden Anpassungen kosten Geld. Für Investitionskredite ist in den letzten Jahren immer weniger ausgegeben worden. Verschiedene Projekte konnten daher nicht fristgerecht umgesetzt werden. Diese Kürzungen werden nun rückgängig gemacht.

Der Bundesrat wollte den bisherigen Umfang von 13,67 Milliarden Franken beibehalten. Wenn man berücksichtigt, dass die Zahl der Bauernbetriebe abnimmt, ist dies doch eine faire Lösung.

Man kann nicht so rechnen, dass weniger Bauern mehr Geld erhalten. Als Ganzes muss immer noch die gleiche Leistung erbracht werden. Ein Bauer, der mehr Arbeit hat, weil er den Betrieb des Nachbarn auch noch führt, hat auch mehr Geld zugute.

Gibt es keine Synergieeffekte?

Es ist klar, ein Betrieb, der grösser ist, kann mit den gleichen Investitionen ein bisschen mehr umsetzen. Aber zu sagen, es seien nun weniger Bauern, also brauche es weniger Mittel, ist eine verkürzte Denkweise. Der Synergieeffekt ist in der Schweiz durch die kleinräumige Landschaft beschränkt.

Ihr Antrag ist äusserst knapp durchgekommen. Haben Sie erfolgreich lobbyiert?

Bei diesem knappen Ausgang war auch Glück im Spiel. Einige der Gegner waren bei der Abstimmung im Ratssaal nicht anwesend. Vor allem ging es aber um ein berechtigtes Anliegen. (eru)