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«Es gibt zwei Verlierer»: der Kommentar von Chefredaktor Patrik Müller zu den Bundesratswahlen

Der Spuk ist vorbei: Der grüne Angriff auf FDP-Bundesrat Cassis ist gescheitert. Doch muss der Tessiner nun am Freitag damit rechnen, sein Aussendepartement zu verlieren? Der Video-Kommentar aus der Wandelhalle von Patrik Müller.

Patrik Müller
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Rytz ist geschlagen - und Cassis angeschlagen: die Einschätzung von Patrik Müller aus Bern.

Die sieben Bundesräte dürfen alle weitermachen - Überraschungen sind am Mittwochmorgen ausgeblieben. Aber die beiden Politiker, die seit Wochen im Fokus stehen, können nicht zufrieden sein: Grünen-Präsidentin Regula Rytz erhielt nur gerade 82 Stimmen. Sie hatte sich mehr erhofft. Doch auch der angegriffene FDP-Bundesrat Ignazio Cassis holte enttäuschend wenige Stimmen: Er blieb unter der Marke von 150 Stimmen, die inoffiziell als Ziel galten. Wahrscheinlich darum, weil die Grünliberalen weder für Rytz noch für Cassis stimmten, sondern leer einlegten.

Nun richtet sich der Blick auf den Freitag. Dann verteilt der Bundesrat die Departemente. Aus CVP-Kreisen war heute zu hören, ein Departements-Tausch von Alain Berset (SP, Innenminister) und Ignazio Cassis (FDP, Aussenminister) sei nicht ausgeschlossen. Doch mit Überraschungen ist auch am Freitag nicht zu rechnen. Es ist nicht im Interesse der SP, das mächtige Innendepartement preiszugeben.

Kurzum: Die Schweiz hat heute ihre Stabilität bewiesen. Grünen-Wahlerfolg bei den Parlamentswahlen hin oder her - die Zauberformel, die eigentlich als überholt gilt, hat noch einmal überlebt.

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