Mit Bumerang auf Cassis-Jagd

Kunterbund

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EdouardPhillippe empfing diese Woche in Paris Bundespräsidentin DorisLeuthard. Zwischen Frankreich und der Schweiz herrsche seit 1515 (Schlacht von Marignano!) Frieden, twitterte der französische Premierminister nach dem Treffen. Da habe Phillippe mit der helvetischen Republik wohl eine kleine Etappe vergessen, antwortete ein welscher Journalist auf dem Kurznachrichtendienst. Immerhin liess Napoleon 1798 seine Truppen in die Schweiz einmarschieren. (tga)

Die Ärztegesellschaft des Kantons Zürich fährt IgnazioCassis, dem Kronfavoriten für die Nachfolge von Didier Burkhalter, mit einer Plakatkampagne in Bern an den Karren. Der frühere Tessiner Kantonsarzt und heutige Präsident eines Krankenkassenverbandes befürworte Bundesrat AlainBersets Eingriff in den ambulanten Ärztetarif Tarmed, lautet die Kritik. Die Kampagne könnte sich als Bumerang erweisen. Zeigt sie doch, dass das Sparpotenzial bei der Ärzteschaft offenkundig noch nicht ausgeschöpft ist. (tga)

Eins, zwei, drei. Das Zählen kleiner Mengen zählt zu den einfacheren Aufgaben des Lebens. Nicht so für SVP-Nationalrätin SandraSollberger (BL): Im Pressedienst der Partei ärgert sie sich über das Bundesamt für Gesundheit, das die Steuerzahler «unzählige Milliarden» koste. Das Budget des Amtes beträgt… 3 Milliarden Franken. (rob)

Seit gut zwei Wochen ruhen die Bundesratssitzungen. Doch nun der erste Ernstfall: In Montenegro wüten Waldbrände, die Armee möchte einen Helikopter für die Löscharbeiten senden. In wohl jedem anderen Land würde der zuständige Minister, GuyParmelin, das abschliessende Okay geben. Nicht so in der Schweiz: Ein Entscheid des Gesamtbundesrats musste her – per Zirkularbeschluss. Die Macht, sie reicht nicht weit in der Schweiz. (rob)